IP Deutschland GmbH
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NEUE NITRO-KICKS MIT NEURURER
02.10.2018

Fußball in allen Ligen aus allen Perspektiven: NITRO hat Formate mit Profis aus Deutschland und ganz Europa im Programm – und ab Ende Oktober mit der neuen eigenproduzierten Doku-Sport-Reihe "FC Arbeitslos – Zurück ins große Spiel" sogar Kicker ohne aktuellen Verein, die sich im Trainingscamp wieder fit fürs Profigeschäft machen. Ein Format voller Authentizität und Emotionen: Jubel, Tränen, Adrenalin pur – und mittendrin Chefcoach Peter Neururer, der im FOURSCREEN Interview verrät, was ihn und seine Schützlinge besonders fasziniert und gefordert hat.

PETER, "FUNNY" UND DIE COMEBACK-CHALLENGE

Der deutsche Männer-Lieblingssport ist auch der Männersender-Lieblingssport. Und dabei deckt NITRO nicht nur Bundesliga und Europa League ab, sondern sucht, findet und entwickelt neue Fußballthemen, die die geballte Faszinationskraft des runden Leders hautnah widerspiegeln. So entstand "FC Arbeitslos – Zurück ins große Spiel", ein Format, das konzentrierte Fußballleidenschaft in sechs packende einstündige Folgen presst. Die Zuschauer erleben mit, wie im Camp der Spielergewerkschaft VDV (Vereinigung der Vertragsfußballspieler) und bei Testspielen im In- und Ausland, zwischenzeitlich vertragslose Profikicker mit vollem Einsatz darum kämpfen, wieder in den bezahlten Vereinsfussball zurückzukehren. Begleitet und unterstützt werden die Jungs dabei vom erfahrenen Trainerduo Peter Neururer und Frank "Funny" Heinemann. FOURSCREEN hat Peter Neururer exklusiv von den Erlebnissen und Emotionen im und ums Camp erzählt:

Peter NeururerFOURSCREEN: Was hat Sie gereizt, bei "FC Arbeitslos – Zurück ins Große Spiel" mitzumachen und die so wichtige Trainerrolle zu übernehmen?

PETER NEURURER: Interesse war eigentlich direkt vorhanden. Es macht Spaß – einfach weil ich mich mit Fußball beschäftigen kann: einer Sache, von der ich glaube, Ahnung genug zu haben. Darüber hinaus haben wir überragend gute Mitarbeiter bei der VDV, die die Sache ganz hervorragend organisiert haben. Und da gibt es eben meine Mitarbeiter, wie zum Beispiel Funny Heinemann, der ja schon zweimal mein Co-Trainer war. Daraus ist eine Freundschaft entstanden; wenn man da zusammenarbeitet, macht das einfach Spaß. Und man kann ja was Großartiges wieder zurückgeben: den Jungs helfen, wieder einen Verein zu bekommen, sie so zu trainieren, dass sie zumindest körperlich in dem Zustand sind, um sofort wieder bei einem Verein – welcher Klasse auch immer – Fuß fassen zu können.

Gab es beim Dreh Momente, die Sie berührt haben?

Oh ja – zum Beispiel, als während der Dreharbeiten ein Spieler angerufen hat, um sich für die Arbeit, die wir und die VDV geleistet haben, zu bedanken. Das finde ich toll. Das Wort "danke" haben einige Leute im Profifußball schon vergessen, und dass während der Dreharbeiten so was passiert ist, als alle live dabei waren – wunderbar. Besser geht es ja gar nicht.

Was hat Sie und "Funny" Heinemann dabei mental und emotional motiviert?

Es gibt immer diese eine Motivation auf unserer Seite, die Jungs zum Optimum in Sachen sportliche Leistungsfähigkeit zu bringen. Aber wir lassen trotz der Kürze der Zeit, in der wir mit den Jungs zusammen sind, auch gewisse menschliche Dinge mit einfließen. Funny und ich sind Trainertypen, die viel auf emotionaler Basis arbeiten. So stellen wir eine Verbindung zu unseren Spielern her, denn nur dann kann man sie wirklich erreichen. So entsteht Nähe und Sorge – das ist emotional sehr, sehr wichtig. Sorge darum, dass die Jungs wieder zurückkommen ins Geschäft. Können sie wieder einen Vertrag unterschreiben oder nicht? Es ist natürlich eine große emotionale Angelegenheit, wenn wir sehen, wie der ein- oder andere kämpft und dann auch belohnt wird. Das stellt dann letztendlich die Prämie auch für den Trainer dar. Denn wir machen das, um zu helfen. Natürlich werden wir auch honoriert, klar, aber in erster Linie gilt es, den Jungs die Möglichkeit zu geben, so schnell wie möglich wieder in den Job einzusteigen, den sie ja so lieben.

Wie haben Sie sich als Trainerduo die Aufgaben geteilt?

Wir haben die Trainingsinhalte vorher abgesprochen. Die muss man natürlich variabel halten – schon allein, weil wir jeden Tag mit unterschiedlichen Spielertypen beziehungsweise einer unterschiedlichen Anzahl von Spielern arbeiten. Das Klima im Team selbst war ganz hervorragend, das muss ich sagen. Weil jeder noch eine Chance gesehen hat, wieder unter Vertrag zu kommen, haben sich alle reingehängt. Funny als Co- und ich als Cheftrainer haben in unseren jeweiligen Trainingseinheiten einfach ganz normal zusammengearbeitet, wie man eben zusammenarbeitet. Da muss man keinen Chef herauskehren –sowieso nicht; das ist nicht unsere Art. Wir sind befreundet und haben in Bezug auf Fußball die gleiche Wellenlänge. Wir lassen nach Möglichkeit, je nachdem welche Spieler wir haben, den gleichen Fußball spielen, weil wir eben ideell auf einer Ebene sind. Im Camp lässt es sich nicht durchziehen, nur die eigenen fußballerischen Dinge zu verwirklichen. Da kann man nur Hilfestellungen geben. Und ich meine, dass wir beide – Funny und ich – das auf Augenhöhe gemacht haben.

Können Sie eine Erfolgsstory erzählen? Schaffen es die Jungs wieder zurück ins große Spiel?

Das schönste Erfolgsbeispiel hatten wir ja bereits: Während der Dreharbeiten rief Akif, der Torhüter an, dass er einen Vertrag beim Wuppertaler SV unterschrieben habe, das ist doch ein Glücksgefühl ohne Ende und das hat Applaus verdient.

Kann Wille Talent ersetzen oder ist das Talent maßgeblich?


In erster Linie zählt immer das Talent. Was man aus diesem Talent macht, das hat mit Willen zu tun: mit dem unbedingten Willen etwas durchzusetzen. Das heißt, dass man diszipliniert sein muss, dass man bereit sein muss – das gehört ja mit zur Selbstdisziplin –, auch mal zurückzustecken, auf irgendwelche Sachen zu verzichten und eben andere Dinge zu forcieren. Bis hin zur Selbstaufgabe – also zur Aufgabe eigener Interessen dahingehend, dass ich versuche, den Teamgedanken zu entwickeln. Nur dann kann ich erfolgreich sein. Ohne Talent werde ich sicher nicht in den bezahlten Fußball kommen, aber ich kenne viele höchst talentierte Spieler, die es nicht geschafft haben, weil der Wille dann nicht da war.
 
Foto Neururer: MG RTL D / Frank W. Hempel

NITRO zeigt die sechsteilige Dokumentation "FC Arbeitslos – Zurück ins große Spiel" wöchentlich ab Montag, 29. Oktober, um 21.15 Uhr im Vorlauf zum Live-Format "100 Prozent Bundesliga – Fußball bei NITRO". Ein Rerun ist immer im Anschluss an die Bundesligashow um 00.00 Uhr zu sehen. Das Format wird auch bei TV NOW verfügbar sein.

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