IP Deutschland GmbH
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"WIR WOLLEN DAS PARTNERSCHAFTLICH BEWÄLTIGEN"
17.03.2020

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf das TV-Produktionsgeschäft. RTL-Geschäftsführer Jörg Graf spricht im DWDL.de-Interview vom 16. März 2020 u.a. über Drehgenehmigungen,verzögerte Produktionen und die Wichtigkeit von Unterhaltungsprogrammen.

Auszüge des Interviews

Herr Graf, in diesen Wochen haben alle mit besonderen Umständen zu kämpfen. Gibt es angesichts der andauernden Situation für die kommenden Wochen Änderungen bei den täglichen Informationsprogrammen?

Graf: "Sehr hilfreich ist, dass RTL bereits im regulären Programmschema jeden Tag viele Stunden Informationsprogramme sendet. Angefangen bei "Guten Morgen Deutschland" über "Punkt 12", die Magazine in der Access Prime Time über das Flaggschiff "RTL Aktuell" bis hin zum "Nachtjournal". Die Kolleginnen und Kollegen leisten derzeit einen unglaublichen Job, weil wir selbstverständlich on top und flexibel mit Sondersendungen informieren. Ob Programmplanung, Redaktion, Technik oder viele andere Bereiche. Alle arbeiten unermüdlich und mit vollem Engagement."

Konkret dürfte gestern das Veranstaltungsverbot der Stadt Köln Fragen aufgeworfen haben: Können Ihre Shows, etwa "Let's Dance" oder "Deutschland sucht den Superstar", weitergeführt werden?

"Wir gehen davon aus, dass diese Shows nicht betroffen sind, weil wir bereits frühzeitig und vorsorglich beispielsweise auf Publikum verzichtet haben. Und jetzt auch auf Familie und Freunde. Wir agieren so verantwortungsvoll wie möglich und sind dabei natürlich im engen Austausch mit Studiodienstleistern und Behörden. Das gilt im Übrigen für alle Produktionen der Mediengruppe RTL."

Wie sieht es mit fiktionalen Projekten und anderen Produktionen on location aus? Es heißt, die Stadt Köln würde Drehgenehmigungen zurückziehen und vorerst keine mehr erteilen ...

"In der Tat haben wir bei Produktionen, die im öffentlichen Raum stattfinden, eine andere Situation. Wir gehen davon aus, dass es bei einigen fiktionalen Serien, die nicht im Studio stattfinden, zu Verzögerung in der Produktion kommt. Das klären wir gerade fallweise."

Wenn angesichts der ernsten Lage mancher Kritiker die Sorge ums TV-Programm als irrelevant bezeichnet, was würden Sie entgegnen?

"Wir sehen derzeit, dass sowohl die Informationsprogramme als auch die Unterhaltungsprogramme von unseren Zuschauern gewünscht und stark genutzt werden. Ich halte es für absolut wichtig und richtig, den Menschen bei der enormen Menge an Information auch einmal eine Atempause zu geben. Kein Mensch kann über Wochen und 24 Stunden am Tag diese Fülle bewältigen und verarbeiten. Zudem müssen wir auch an die Menschen denken, die unsere Informationsangebote produzieren. Auch diese Kolleginnen und Kollegen brauchen Unterbrechungen der Info-Programme, in denen sie weiter recherchieren und neue Sendungen vorbereiten können."

Gibt RTL den Produzenten mehr Spielraum bei den schwieriger gewordenen Produktionsbedingungen? Gibt es da eine Botschaft von RTL in den Markt?

"Zunächst möchten wir uns bei allen Produzenten und Mitwirkenden für die fantastische Zusammenarbeit auch in Krisenzeiten sehr bedanken. Ich selbst habe heute telefonisch Kontakt zu vielen Mitwirkenden gehabt. Mein Eindruck ist, dass alle sehr professionell und besonnen mit der Situation umgehen. Von vielen Talenten vor der Kamera erreichen mich zunehmend Angebote, uns mit Video-Botschaften oder im laufenden Programm zu unterstützen. Das ist wirklich beeindruckend und ich danke alle Kolleginnen und Kollegen auch dafür. Unser Anliegen ist, diese völlig außerordentliche Situation gemeinsam und partnerschaftlich zu bewältigen. Wir wollen das pragmatisch angehen und selbstverständlich haben wir Verständnis, wenn nicht alle Abläufe so reibungslos und fehlerfrei klappen wie wir es sonst gewohnt sind."

Das ganze DWDL.de-Interview ist hier zu finden.

Ansprechpartner

Birte Babanek

Birte Babanek
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