IP Deutschland GmbH
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NICHT NUR DIE STIMME ZÄHLT
28.01.2019

Seit Jahren ist DSDS ein Highlight des RTL-Line-ups. Das liegt nicht nur an den Talenten, sondern auch an der Jury – vor allem Oana Nechiti überzeugt als Sympathieträgerin und steht Rede und Antwort.

Tolle Entwicklung

DSDS Performance
Quelle: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.1, Marktstandard: TV, Formatebene vs. Senderschnitt, 01.01.–17.01.2018 (Daten vom 14.–17.01.2018 sind nur vorläufig gewichtet), MA in %. IP Deutschland 18.01.2019

Wenn du kein gesanglicher Halbgott bist, musst du Präsenz zeigen

Profitänzerin und "Let's Dance"-Star Oana Nechiti ist die neue Jurorin bei "Deutschland sucht den Superstar". Im FOURSCREEN-Interview spricht sie darüber, warum sie nicht mehr bei "Let's Dance" tanzt, wie ihr der Jurorenjob und die Zusammenarbeit mit ihren neuen Kollegen gefallen und auf was sie bei den Kandidaten besonders achtet.

Oana, was hast du gedacht, als man dir den Jurorenjob bei DSDS angeboten hat?

"Als die Anfrage von DSDS kam, war ich erst mal für zehn Minuten gelähmt und konnte nicht wirklich sprechen. Dieses Jobangebot hätte ich mir noch nicht mal erträumt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich natürlich schon so meine Träume hatte und bereits vor neun Jahren an so eine Art Job gedacht habe. Doch ich habe diese Wünsche ins Universum geschossen, da die so weit von mir entfernt waren. Ich habe niemals gedacht, dass sie realisierbar sind. Der einzige Mensch, der davon wusste, war mein Mann. Ich habe jahrelang aktiv an mir, meiner Sprache und meiner Ausdrucksweise gearbeitet. Ich habe sogar Moderationsunterricht genommen. Aus meiner Erfahrung kann ich nun sagen, dass es wichtig ist, auch mal auf Abstand zu seinen Träumen zu gehen und sich trotzdem auf den Weg zu machen und ständig an sich zu arbeiten. Irgendwann, wenn die Sterne richtig stehen, klappt es dann."

Du bist bei der nächsten Staffel von "Let's Dance" nicht mehr dabei. Warum nicht?

"'Let's Dance' ist ein Herzensprojekt von mir. Ich bin da aufgewachsen und hatte großes Glück, dort viele Jahre mitwirken und lernen zu dürfen. Jede Staffel war völlig unterschiedlich und neu für mich. 'Let's Dance' hat mich in meinem Leben sehr weiter gebracht. Die Entscheidung, dort nicht mehr mitzumachen, ist mir nicht leicht gefallen. Doch primär bin ich Mutter und das ist meine Priorität. Unser Sohn wurde dieses Jahr eingeschult und für mich war das der richtige Zeitpunkt, mich auf meine Rolle als Vollzeit-Mama zu konzentrieren und mich meinem Sohn und seinen Schulaktivitäten zu widmen. Was der Zuschauer nicht so mitbekommt ist, dass 'Let's Dance' ein Vollzeitprojekt ist. Als Profitänzerin oder Profitänzer reist man den Prominenten hinterher und ist ungefähr vier Monate von zu Hause weg. In meinem jetzigen Alltag ist das nicht mehr leicht umzusetzen, und das ist der Grund gewesen für diese Entscheidung."

DSDS ist dann nicht so zeitaufwendig?

"Es war niemals so, dass ich 'Let's Dance' für DSDS aufgegeben habe. Ich habe die Entscheidung gegen 'Let's Dance' schon vorher aus familiären und zeitlichen Gründen getroffen. Das Jobangebot von DSDS kam dann danach völlig unerwartet und überraschend. Für DSDS sprach unter anderem, dass die Zeiten der Dreharbeiten völlig anders sind. Bei DSDS werden die Castings an drei Locations jeweils vier Tage am Stück gedreht und dazwischen bin ich immer wieder zu Hause. Danach kommt die Recall-Phase – zuerst in Österreich, dann in Thailand. Dazu kommen noch die vier Live-Shows. Die Dreharbeiten sind zerstückelt und DSDS ist kein Projekt, bei dem man vier Monate durchgehend weg ist. Für mich ist das in meinem Alltag mit Kind viel einfacher zu realisieren."

Während deiner Zeit bei DSDS kümmert sich dein Mann um euer Kind?

"Genau. Der ausschlaggebende Punkt war auch, dass die Dreharbeiten zu DSDS nicht parallel zu 'Let's Dance' laufen. Ich kann mich voll und ganz auf DSDS konzentrieren, während mein Mann auf unser Kind und unsere Tanzschule aufpasst."

Vorher wurdest du beurteilt, jetzt bist du selber Jurorin und urteilst über die Kandidaten. Bist du streng oder eher lieb, weil du das Gefühl kennst, beurteilt zu werden?

"Also in erster Linie bin ich ein Mensch und ich bin auch eine Frau. Ich habe sehr viel Mitgefühl mit meinen Mitmenschen, und ich kann mich natürlich dadurch, dass ich viele Jahre beurteilt wurde, gut in die Situation hineinversetzen. Ich weiß, wie es den Kandidaten geht. Andererseits bin ich auch sehr leistungsorientiert. Ich komme aus dem Profisportlerbereich, und ich verlange viel von den Kandidaten, weil ich weiß, was es heißt, eine Chance im Leben zu bekommen."

Oana Nechiti

Auf was achtest du besonders? Was ist deine Rolle in der Jury?

"Meine Aufgabe in dieser Staffel ist es, ganz stark auf die Performance, die Ausstrahlung, die Präsenz zu achten – die Gewürze quasi. Das musikalische Talent muss natürlich stimmen, aber wir sind alle vier der Meinung, dass es heutzutage nicht mehr reicht, nur gut zu singen. Außer, du bist ein Halbgott, wenn es um das Singen geht. Wenn du aber kein Halbgott bist, dann musst du Präsenz haben und dich bewegen können. Einen Künstler hören wir nicht nur, sondern wir sollten ihm auch gerne zuschauen können. Da erwarten wir ein gewisses Selbstbewusstsein und eine Ausstrahlung. Ich bin auch gerne bereit, Tipps zu geben und ein gewisses Bewusstsein dafür zu erwecken, wie wichtig es ist, Präsenz zu zeigen. … Mein Spezialgebiet sind Choreografie, Bewegung, Tanz, Emotion, Aussehen und Selbstbewusstsein."

Sind die drei Männer nett zu dir? Du bist ja die einzige Frau in der Jury. Schaffst du es, dich da durchzusetzen?

"Ich habe das Gefühl, dass Pietro mein Cousin geworden ist, Xavier mein Onkel und Dieter mein Vater. Alle drei Männer sind völlig unterschiedlich und haben einen sehr guten Humor. Wir sind eine Gang geworden. Wir sind Kumpels im Prinzip, und ich hoffe, dass ich mich gut angepasst habe. Ich war als kleines Kind immer gerne mit Jungs unterwegs, weil die sehr direkt und unkompliziert waren. Ich mag diese direkte und transparente Art, und so bin ich ihnen auch gegenüber. Ich habe das Gefühl, dass wir sehr gut harmonieren und auf Augenhöhe sprechen."

Was ist das Spannende an deiner neuen Aufgabe als Jurorin und wo liegt vielleicht auch die Herausforderung?

"Als Jurorin muss man den Kandidaten mit der Aussprache der Wahrheit manchmal ihre Träume zerstören. Eine sanfte Art dafür zu finden, ist herausfordernd und spannend. Ich musste lernen, auch mal 'Nein' zu sagen und so ehrlich wie möglich zu sein. Nur so kann man Menschen davor bewahren, viel Energie in einen Weg zu stecken, der ins Leere führt. Für mich war das nicht so einfach. Viele sagen immer, dass Dieter so hart ist. Aber genau das gehört zu dem Job. Eine gewisse, manchmal harte, Ehrlichkeit muss man sich bewahren und genau das ist die Herausforderung."
 

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Birte Heemeyer

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