IP Deutschland GmbH
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DIE HERZFREQUENZ STEIGT
02.05.2018

Arztserien kommen an – wie die kürzlich ausgestrahlten Wiederholungen der RTL-Produktion "Doctor‘s Diary". Die aktuelle Fiction-Offensive bringt jetzt mit "Lifelines" Nachschub in diesem Genre.

Querdenker, Querulant und Top-Chirurg 

Dr. Alex Rode (Jan Hartmann) ist ein Arzt, an dem sich die Geister scheiden. Er spricht aus, was andere kaum zu denken wagen, und folgt im und außerhalb des OPs ausschließlich seinem Gefühl. Auch wenn er dafür gegen Konventionen verstößt oder Grenzen überschreitet. Denn wenn es sein muss, setzt Alex mal einen Fausthieb statt Betäubungsmittel oder ein Basketballspiel statt EKG ein.

Gut, dass es da noch Dr. Laura Seifert (Susan Hoecke) gibt. Die intelligente und ehrgeizige Oberärztin ist ebenfalls eine erstklassige Chirurgin und Alex' Chefin. Der Haken: Mit ihr hatte Alex vor 15 Jahren eine heiße Affäre – diese Konstellation birgt jede Menge Zündstoff. Durch seinen Entschluss, der Bundeswehr nach 17 Jahren den Rücken zu kehren und im Hubertus-Krankenhaus anzufangen, setzt Alex alles auf eine Karte. Er ist der Arzt, dem das Wohl seiner Patienten auch außerhalb der Krankenhausmauern am Herzen liegt: Alex schaut hin, mischt sich ein und bringt seine Patienten immer wieder zum Nach- und Umdenken. Komplizierte Fälle löst er mit Einfallsreichtum und einer großen Portion Spontaneität.

Lifelines
© MG RTL D | Frank Dicks  

Götter oder Menschen in weiß?

FOURSCREEN hat mit dem Hauptdarsteller Jan Hartmann und seiner Schauspielkollegin Susan Hoecke über die Serie, ihre Rollen und das Ärztedasein gesprochen.

Interview mit Jan Hartmann

 jan hartmann2Worin unterscheidet sich "Lifelines" von anderen Arztserien?

"Aktuell gibt es im deutschen Fernsehen keine Medical-Serie dieser Art. Wir erzählen Geschichten aus dem Leben. Manche Fälle sind dramatisch und überaus spannend, manche sind lustig und zum Teil auch sehr skurril. Alex ist ein Arzt, der seine Patienten auch schon mal auf unorthodoxe Weise behandelt, dabei aber deren Wohl nie aus den Augen verliert. Gleichzeitig blicken wir bei 'Lifelines' hinter die Kulissen des Krankenhausalltags mit allem was zwischenmenschlich dazu gehört. Es wird also auch in Sachen Herz-Schmerz einiges dabei sein."

Mussten Sie sich für ihre Rolle besonders vorbereiten?

"Das Spannende an unserer Arbeit ist ja, dass man immer wieder die Gelegenheit bekommt, in andere Charaktere und Berufe reinzuschauen. Ich liebe das. Natürlich gab es diverse medizinische Trainings, um mit den Handgriffen vertraut zu werden. Es soll so echt wie möglich sein. Bei einigen OPs durfte ich auch zusehen, was sehr spannend war. Überhaupt macht es viel aus, sich in der Nähe von Ärzten und in Krankenhäusern aufzuhalten. So bekommt man einen viel besseren Zugang zu Motivationen, zur Sprache und zur gesamten Atmosphäre im Krankenhaus."

Heißt, ein Luftröhrenschnitt ist jetzt kein Problem mehr, oder?

"Theoretisch habe ich eine Idee davon, ja. Praktisch würde ich das nur im äußersten Notfall machen, wenn es sonst keine Rettung mehr gäbe. Das Leben geht vor. Ich bleibe vorerst lieber beim Kleben von Blümchen-Pflastern."

Was meinen Sie, was hat es mit der besonderen Aura der Ärzte auf sich?

"Ist das vielleicht so ein Uniform-Ding? Menschen wollen doch geleitet werden. Zu jemandem aufsehen können. Sie glorifizieren gerne. Das habe ich persönlich noch nie verstanden. Und nicht jeder Arzt ist ein Gott in Weiß. Es gibt äußerst gute Mediziner, die ein ernsthaftes Interesse an Ihrem Beruf und daran haben, jemandem zu helfen. Andere wollen nur ihre Boni einstreichen und verschreiben, was gerade am meisten Profit abwirft. Wie überall sollte man sich von der Hülle nicht blenden lassen. Ein gesundes Interesse und ein wacher Geist bewahren da schnell vor Schlimmerem. Insgesamt stimmt es aber natürlich, dass Ärzte eine gewisse Aura haben. Eine Mischung aus Fleiß, Intelligenz, gesellschaftlicher Stellung und nicht zuletzt natürlich der Tatsache, dass sie uns oft das Leben retten."

Herr Hartmann, Sie sind ziemlich gut "in Shape". Hanteln oder Joggen?

"Hanteln anschauen und mein Kind von A nach B tragen. Ich hab noch 'ne Menge Luft nach oben für Staffel II. ;-)"

"Lifelines" – ab 8. Mai, dienstags ab 20.15 Uhr in Doppelfolgen

 

Interview mit Susan Hoecke

 susanne hoeckerWas macht "Lifelines" so besonders?

"Es ist in meinen Augen keine typische Arztserie, weil wir auch keine typischen Ärzte sind, heißt keine Götter, sondern Menschen in Weiß. Hinzu kommt, dass in unseren Geschichten Lachen und Weinen, Leben und Tod sehr nah beieinanderliegen. Außerdem ist 'Lifelines' nicht einfach nur aus einer Idee entstanden, sondern unsere Produzentin Astrid Quentell (produziert u.a. "Der Lehrer" und "Höhle der Löwen") war selber zwei Jahre lang praktizierende Ärztin und hat somit – wortwörtlich – Leib und Seele in die Serie hineingesteckt."

Sie spielen eine Oberärztin der Notaufnahme. Mussten Sie sich für Ihre Rolle besonders vorbereiten?

"Ja, ich habe mich für diese Rolle sehr intensiv vorbereitet. Ich absolvierte ein Praktikum am UKE, durfte bei kleineren OPs mitlaufen, führte viele Gespräche mit Ärzten und Patienten und bekam dadurch sehr eindrückliche Einblicke in den Krankenhausalltag. Natürlich hat man in einem fiktionalen Format nur stark verkürzt Zeit, zum Beispiel eine mehrstündige lebensrettende OP zu erzählen, dennoch hoffe ich, dass wir es trotzdem so glaubhaft darstellen konnten, dass auch jeder zuschauende Arzt damit einverstanden ist (lacht). Wenn uns das gelungen ist, bin ich sehr glücklich."

Eine von Ihnen durchgeführte Blutabnahme dürfte ja jetzt kein Problem mehr sein, oder?

"Doch. Was niemand weiß, ich habe eine Spritzenphobie. Diese Szenen waren für mich große Überwindung, selbst wenn die Spritzen nicht scharf waren. Ich bin froh, demnächst erst mal keine Spritzen in die Finger zu bekommen." 

Wenn man eine TV-Ärztin spielt, geht man dann mit einem anderen Gefühl zum Arzt?

"Ja, weil ich jetzt mehr und mehr nachvollziehen kann, weshalb Ärzte unter dem enormen Zeitdruck, der Menge an Patienten und der riesigen Verantwortung zu Pragmatismus und trockenem Humor neigen." 

Warum umgibt vor allem Ärzte immer diese besondere Aura?

"Die Kompetenz ist sichtbar und man hat als Außenstehender einfach Ehrfurcht vor diesem Beruf. Letztendlich sind es aber auch die Patienten, die diese Aura verbreiten. Und natürlich wegen des weißen Kittels (lacht)."
 

"Lifelines" – ab 8. Mai, dienstags ab 20.15 Uhr in Doppelfolgen

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Birte Heemeyer

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