IP Deutschland GmbH
IP Deutschland GmbH
DER DATENKAPITÄN

Daten sind Treibstoff und Schmiermittel der vernetzten Kommunikation. Der Input kommt von überall und von jedermann. Jeder Klick, jeder Einkauf, jede Suchanfrage, jeder Post vergrößert den Datenozean. Das addiert sich auf und dafür braucht es Experten, die nicht nur das Ruder fest in der Hand halten, sondern auch in der Lage sind, diese Daten in Informationen und Wissen umzuwandeln.

IP Deutschland hat gesucht und gefunden. Mit Jörg Kiel hat der Medienvermarkter einen ausgewiesenen Daten- und Technikexperten ins Haus geholt, der den neu geschaffenen Bereich Data Business leitet. Er verantwortet alle datengetriebenen Vermarktungsaktivitäten. FOURSCREEN hat ihn zu seinen Aufgaben, Zielen und danach, was ihn antreibt, befragt.

Data Scientist, Data Engineer, Data Analyst – das scheinen die neuen hottest Jobs zu sein. Hat was von Daniel Düsentrieb. Tüfteln, experimentieren und konstruieren. Deshalb: Was genau ist eigentlich Ihre Aufgabe?

Innerhalb von IP bin ich der Mann für die Datenstrategie. Unser Team hat die Aufgabe, die Datenvermarktung umzusetzen, auszubauen und voranzutreiben. Und da Datenstrategien immer eng mit AdTech-Themen verknüpft sind, ist der Aufgabenbereich vielfältig. Das fängt beim Aufbau einer technischen Infrastruktur an, geht über die Identifikation, Betreuung und Bewertung von Datenpartnerschaften bis hin zur Entwicklung von datengetriebenen Produkten. Wir haben das Glück, dass wir mit Experten aus dem gesamten Konzern zusammenkommen und uns so sehr breit aufstellen.

Das bedeutet genau?

Datenverarbeitung ist nichts Neues. Doch sie stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Nämlich Systeme und Prozesse zu entwickeln, um vorhandene mit neuen, strukturierten Daten zu verknüpfen und daraus intelligente Zielgruppencluster zu bilden. Das kann keine Nebenaufgabe von IT-Verantwortlichen sein. Für solche komplexen Algorithmen braucht es Spezialisten und die sitzen an verschiedenen Stellen bei uns im Haus.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

In den letzten zwei Jahren wurden im Haus viele Dinge in Richtung Big Data in die Wege geleitet. Mittelfristig geht es mir darum, alle Handlungsfäden zu ordnen und zu einem starken Seil zu verknüpfen. Ziel ist es, den Schwung mitzunehmen und den Vorsprung auszubauen. Vor allem anderen ist Geschwindigkeit wichtig, denn Daten sind schnelllebig und agil. Wir müssen zeitnaheine Form finden, in der wir schnell auf den Markt reagieren und möglichst effiziente Produktzyklen ermöglichen – Wochen anstatt Monate. Datenschutz ist zurzeit das dominante Thema im Markt, und hier sind wir sehr gut unterwegs, haben die richtigen Initiativen gestartet, um auch weiterhin mit unseren Datenlösungen präsent sein zu können. Alter, Geschlecht, Interessen, Hobbys, das sind die Informationen, die ein Großteil der Deutschen bereit ist anzugeben.

Welche Daten sind Sie als Privatmensch bereit, preiszugeben für ein persönlicheres Angebot?

Ich bin sehr aufgeschlossen mit den Daten, die ich preisgebe. Dafürbin ich schon lange genug in der Branche, um zu wissen, wie transparent ein jeder von uns wirklich ist. Heute muss jedem bewusst sein, dass an vielen Stellen Daten gesammelt werden. Sie helfen einerseits Unternehmen, gezielte Werbung auszuspielen und Mediabudgets optimal einzusetzen. Anderseits sind sie Teil der Währung, mit der ich im Internet zahle und dafür die meisten Angebote umsonst erhalte. Für mich ist dann eine rote Linie erreicht, wenn Daten moralisch nicht mehr zu vertreten sind, wie beispielsweise zu Gesundheit, Religion oder ethnischer Herkunft. Daten an sich sind weder gut noch böse – es kommt auf einen verantwortungsvollen Umgang an.

Hier finden Sie alles rund um das Thema Smart Data, zu unseren Produkten, zur Datenverarbeitung innerhalb der Mediengruppe RTL sowie zur DSGVO. Und - lernen Sie unsere Datenexperten kennen.