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ZEITGEIST FAMILIE

Das Familienmodell scheint sich heute gewandelt zu haben. Statt einer eindeutigen Eltern-Kind-Beziehung, in der die Eltern das klare „Erziehungsmonopol“ ausüben, zeigt sich heute verstärkt ein neues „Eltern- Kind-System“.

Eltern erziehen nicht mehr allein im klassischen Stil sondern wollen sich selbst weiterentwickeln und auch von ihren Kindern lernen. Umgekehrt scheinen Kinder heute häufig „erwachsener“ in ihrem Verhalten als es ein klassisches Eltern-Kind-Schema erwarten lässt. Sie verhalten sich nicht nur kindlich sondern übernehmen immer wieder auch Verantwortung. Als Hintergrund für diese Entwicklung lässt sich ausmachen, dass unsere kulturelle Entwicklung so schnelllebig geworden ist, dass es keiner Generation mehr möglich ist, eine Zeit komplett in ihrem Sinn zu prägen, um dann von der nächsten abgelöst zu werden. Vielmehr verlangt das heutige Credo eine permanente Weiterentwicklung. Die Alten wollen von den Jungen lernen und die Jungen von den Alten. Zugleich haben viele das Gefühl, dass es nicht geht, dass Kinder sich einer reinen unbeschwerten Kindheit hingeben. Wer es zu etwas bringen will, muss früh für sich Verantwortung übernehmen lernen, Sprachen und Instrumente lernen und/oder intensiv Sport betreiben. Kindlichkeit und Verantwortlichkeit geraten darüber in eine Gleich-Zeitigkeit. Ein klassischer Generationenkonflikt bleibt aus und die Rollenzuweisungen verändern sich. Neue Chancen ergeben sich ebenso wie neue Formen von Überforderungen. Die neue Konstellation hat Auswirkungen auf die Wahrnehmung.

(Eltern-Kind-Zeitgeist Studie rheingold salon, April 2014)
Titel aktualisiert Größe Format
ZEITGEIST FAMILIE - Wie Marken Eltern im Alltag entlasten - Jens Lönneker (rheingold salon) 15.05.2014 5.895 KB PDF