IP Deutschland GmbH
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STARKER DOPPELPASS ZWISCHEN FUSSBALL UND FERNSEHEN
Jubelnde fans
14.07.2016

Trotz mancher eher mauer Spiele verzeichnete die Fußball-Europameisterschaft auf dem ganzen Kontinent starke TV-Leistungswerte - auch im jungen Publikum, wie diese Zusammenstellung belegt.

 Fernsehen hat gerade bei Live-Events die unnachahmliche Kraft, Millionen Menschen zeitgleich vor den Bildschirmen zu versammeln. Das belegen auch die Einschaltquoten der Europameisterschaft 2016 deutlich. Die EM hat quer durch Europa viele Zuschauerrekorde gebrochen und vor allem auch das junge Publikum erreicht.

 

Den Rekord für das meist gesehene Spiel während der EM stellte, wenig überraschend, das Finale zwischen Gastgeber Frankreich und Portugal auf. Allein in 19 europäischen Ländern, von denen schon Zuschauerzahlen vorliegen, verfolgten in Summe über 110 Millionen Zuschauer das Finale – quasi die europäische Entsprechung zum amerikanischen Super Bowl. Und diese Messungen beziehen sich bekanntlich nur auf die Nutzung auf TV-Geräten in privaten Wohnungen und Häusern. Viele Millionen Fans, die das Spiel in Bars, auf Parties, in Fanzonen oder über mobile Endgeräte verfolgten, finden hierbei noch keine Berücksichtigung.

 

Die weltweiten Einschaltquoten des Turniers sind noch nicht verlässlich ermittelt, doch die TV-Sender sind sich sicher: Das Finale der Europameisterschaft 2016 dürfte die – konservativ gerechnete – Zahl der 299 Millionen Zuschauer, die das Finalspiel Spanien gegen Italien bei der EM 2012 verfolgt hatten, noch übertroffen haben.

 

In Deutschland erzielte das leider verlorene Halbfinalspiel von "La Mannschaft" gegen Frankreich einen Marktanteil von 80,6% bei den Zuschauern 3+ und von 89,2% bei den 14- bis 29-Jährigen. Im Schnitt sahen 29,82 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren das Spiel, die Nettoreichweite betrug sogar 37,38 Mio. Seher ab 3 Jahren.

 

In Frankreich und Portugal erzielte das Endspiel erwartungsgemäß Rekordwerte: Im Gastgeber-Land betrug der Marktanteil 72,9% bei den Zuschauern 4+ (20,82 Mio.) und 85,7% bei den 15- bis 24-Jährigen. In Portugal wurde für das Finale ein Marktanteil von 78,1% gemessen (3,7 Mio.) Island überraschte nicht nur mit seiner Leidenschaft und Durchsetzungskraft im Turnier, sondern dürfte auch einen Allzeit-Zuschauerrekord aufgestellt haben – und das weltweit: Beim Sieg der Isländer gegen England wurde ein TV-Marktanteil von unglaublichen 99,8% ermittelt. Huh!

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 Zusammengestellt und veröffentlicht wurden diese Zahlen von PEPP TV, einem informellen internationalen Zusammenschluss nationaler TV-Gattungsinitiativen (wie z.B. Screenforce und Thinkbox) unter Federführung der egta, des europäischen Verbandes der TV- und Radiovermarkter.

 

 "Die Euro 2016 hat einmal mehr die Stärke von Live-TV bewiesen, die Kraft des Mediums, Menschen zu einen und sie über Generationen hinweg zu bewegen", resümiert Martin Krapf, Geschäftsführer von Screenforce und damit Sprachrohr der deutschen TV-Vermarkter.

 

Die doppelte Faszination von Fußball und Fernsehen unterstreicht auch eine begleitende mobile Umfrage, die IP Deutschland unter 700 Eltern von 3- bis 13-jährigen Kindern im "I Love My Media"-Panel durchgeführt hat: Demnach sagen 91%, gemeinsam mitzufiebern mache die Spiele noch spannender; für 79% schaffen es die Spiele der Nationalmannschaft, die Familie am Fernseher zu vereinen. Und 82% erlauben ihren Kindern bei solchen Anlässen auch schon mal länger aufzubleiben. Dafür ist der Nachwuchs bestens vorbereitet: Stolze 71% besitzen ein Nationalmannschaftstrikot (63% von der deutschen Mannschaft). 70% der Eltern kaufen gezielt Essen und Getränke für die Spiele ein, immerhin 42% dekorieren zumindest manchmal das Wohnzimmer mit Fahnen und anderen Accessoires.

 

Nachfolgend noch einige weitere bunte Fakten rund um die EURO 2016:

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Titel aktualisiert Größe Format
TV-Bilanz EM 2016 International 14.07.2016 4.580 KB PDF

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