IP Deutschland GmbH
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RELEVANZ VON BEWEGTBILD STEIGT WEITER
06.06.2018

Kinder verbringen heute mehr Zeit mit Medien als noch vor zwei Jahren. Sie nutzen unterschiedliche Geräte und Plattformen. Und dank der sehr guten Geräteausstattung in deutschen Haushalten ist der Zugang für den überwiegenden Teil der Kinder heute Normalität. Aber die Eltern sind wichtige Gatekeeper – vor allem bei jüngeren Kindern.
 

WELCHE GERÄTE 3- BIS 5-JÄHRIGE BENUTZEN DÜRFEN

Mediennutzung Kinder

 

Quelle: iconkids & youth, Medienforschung SUPER RTL, Busbefragung März 2018, face to face / Basis: n=322 Mütter von Kindern 3–5 Jahre /
Frage: "Und welche dieser Geräte, die es bei Ihnen zu Hause gibt, darf Ihr Kind benutzen?" (gestützt)
 

Die Geräteausstattung in deutschen Haushalten mit Kindern wurde in der Vergangenheit stetig besser: Fernsehgerät, Computer und Smartphone sind mittlerweile so gut wie überall
vorhanden, die Steigerungsraten in der Ausstattung sind dementsprechend gering. Dabei ist die Device-Ausstattung der Haushalte an sich unabhängig vom Alter der Kinder. So steht in 98 Prozent der Haushalte mit Kindern (3–5 Jahre) ein TV-Gerät, in 97 Prozent gibt es ein Smartphone, in 86 Prozent einen PC bzw. ein Notebook und in 58 Prozent ein Tablet.

Relevant ist hingegen, ob die Kinder die im Haushalt vorhandenen Geräte auch tatsächlich nutzen dürfen (oder sie diese Endgeräte sogar ihr Eigen nennen) – und das unterscheidet sich deutlich nach dem Alter. Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, werden in ihrem Zugriff auf Geräte stärker von den Eltern reglementiert als ältere Kinder. So dürfen nur 25 Prozent der 3- bis 5-Jährigen ein im Haushalt vorhandenes Tablet nutzen, dagegen sind es 34 Prozent der 6- bis 13-Jährigen. Noch deutlicher sind die Unterschiede beim Smartphone, das nur von 15 Prozent der 3- bis 5-Jährigen genutzt werden darf, jedoch von 53 Prozent der 6- bis 13-Jährigen. Nur wenige Grundschüler besitzen ein eigenes Smartphone, das ändert sich jedoch mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule.

Nicht nur die Zugangsmöglichkeiten zu den Endgeräten, sondern auch die Formen der Mediennutzung ändern sich im Laufe der Entwicklung. Das lässt sich besonders gut am TV beobachten, denn hier legen Eltern den Kindern deutlich weniger Restriktionen auf als beim Umgang mit Online-Medien. Daher nutzen bereits 94% der 3- bis 5-Jährigen das Fernsehen. Hier liegt - neben dem Vorabend - der zweite Nutzungspeak am Vormittag. Gerade in dieser Zeit hat die gemeinsame TV-Nutzung von Eltern und Kindern eine hohe Bedeutung: 45 Prozent der im Rahmen einer Online-Erhebung von SUPER RTL befragten Eltern von 3- bis 6-Jährigen sagen, dass sie zumindest gelegentlich unter der Woche gemeinsam mit dem Kind fernsehen.

Immer mehr Bewegtbildquellen ergänzen TV

Generell ist festzustellen: Je älter ein Kind wird, desto größer wird das Interesse an Bewegtbild. Aber auch innerhalb der Altersgruppen hat in den vergangenen Jahren die Nutzung von Bewegtbild deutlich zugenommen. Neue Angebote ergänzen dabei klassische Formen der Bewegtbild-Nutzung: So belegt das Fernsehen unverändert den ersten Platz der von 6- bis 13-Jährigen genutzten Bewegtbild-Plattformen (2016 und 2018: 99%), gefolgt von den klassischen Bildträgern DVD/Blu-ray (2018: 81%). TV ist damit unverändert die verlässliche Plattform, um Kinder zu erreichen.
Wie nicht anders zu vermuten, steigt die Bedeutung von YouTube – allerdings auch generell von VoD-Plattformen und den Sender-Mediatheken. So hat sich die zeitversetzte Nutzung von Inhalten aus dem klassischen Fernsehen zwischen 2016 und 2018 mehr als verdoppelt.
 

Bewegtbild wird für kinder immer wichtiger

Bewegtbild Kinder

Quelle: iconkids & youth, Medienforschung SUPER RTL, Busbefragung März 2018 und 2016, Face-to-Face / Basis 2018: n=852 Mütter von Kindern 6-13 Jahre, in 2016 ähnlich / Frage: „Welche dieser Möglichkeiten nutzt Ihr Kind, um Videos, Filme oder Fernsehsendungen anzuschauen?“ (gestützt)
 

Dass Kinder gerne fernsehen, ist also keine Frage. In welchen Umfeldern aber sind sie erreichbar? Tatsächlich entfällt mit 54,4 Prozent deutlich mehr als die Hälfte der TV-Nutzung von Kindern zwischen 6 und 13 Jahren auf die Kindersender (Quelle: AGF, in Zusammenarbeit mit GfK, TV Scope 6.1, Medienforschung SUPER RTL / Basis: Kinder 6-13 Jahre, KiKA, SUPER RTL, TOGGO plus, nick, Disney Channel, 1. Quartal 2018, 6:00-20:15 Uhr, BRD gesamt). Das zeigt, dass die Inhalte der Kindersender für die Zielgruppe attraktiv sind – und damit auch die idealen Umfelder für Markenkommunikation, die sich an Kinder und ihre Eltern richtet.

Fazit: Die Relevanz der Bewegtbildnutzung steigt bei Kindern weiter an. Sofern die Eltern dies gestatten, bedienen sich Kinder im Rahmen ihrer eingeschränkten Zeitbudgets souverän an den vielfältigen Möglichkeiten. Die Inhalte der TV-Sender, und hier insbesondere der Kindersender, spielen dabei unverändert die erste Geige – in Form von linearer Nutzung, Sender-Mediatheken oder anderen Formen der zeitversetzen Nutzung.


Weiterführende Informationen zur Mediennutzung von Kindern finden sich in den beiden folgenden Downloads:

Mediennutzung Vorschulkinder: http://www.ip.de/lp/download_pdf.cfm?objectId=68910
Mediennutzung 6- bis 13-Jährige: http://www.ip.de/lp/download_pdf.cfm?objectId=68909
 

Ansprechpartner

Birgit Guth

Birgit Guth
Medienforschung Super RTL

0221 456-51330

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Cornelia Krebs

Cornelia Krebs
Werbewirkungsforschung

+49 221 456-71072

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