IP Deutschland GmbH
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KINDERWELTEN: VON GROSSEN UND KLEINEN SCREENS
07.06.2016

Kinder nutzen die Geräte für ganz unterschiedliche Zwecke. Dabei ist Bewegtbild nur ein Nutzungsmotiv unter vielen. Wichtig sind auch Spielen, Lernen, Musik hören und der Austausch mit Freunden.

Familien mit Kindern sind mittlerweile sehr gut mit Medien ausgestattet. Nahezu alle verfügen über einen Fernseher, einen Computer und ein Smartphone. In 41% der Haushalte gibt es ein Tablet. Aber nicht immer haben die Kinder Zugang zu dieser ganzen Medienvielfalt.

Eltern regulieren die Mediennutzung ihrer Kinder: je jünger das Kind, desto strenger die Regeln. Bei der TV-Nutzung sind Eltern weniger restriktiv, aber sie geben den Rahmen vor. Die Nutzung wird grundsätzlich nicht infrage gestellt und TV ist das erste Medium, mit dem Kinder in Kontakt kommen.

Anders sieht es im Bereich mobiler Endgeräte aus. Hier greifen Eltern weit strikter ein, um ein Übermaß an Smartphone- bzw. Tablet-Nutzung zu verhindern. So kommen Kinder erst als Schüler in Kontakt mit einem Computer – und die Nutzung eines Smartphones wird generell erst freigegeben, wenn das Kind auf die weiterführende Schule wechselt.

Im Rahmen umfangreicher Befragungen bei Müttern und Kindern wurde ermittelt, wie die Nutzung von linearem Fernsehen in zeitlicher und inhaltlicher Konkurrenz zu sonstigen Medien steht. Wenn Kinder eines der vier genannten Geräte nutzen, so entfallen 63% der Nutzung auf den Fernseher, 19% auf den Computer, 13% auf das Smartphone und 4% auf das Tablet.

Genutzt werden die Geräte für ganz unterschiedliche Aktivitäten – im Vordergrund steht bei den internetfähigen Devices oft das Spielen und gerade nicht die Bewegtbild-Nutzung. Das Smartphone steht außerdem für Kommunikation und Musik, der PC für Lerninhalte und das Tablet eignet sich durch einfache Bedienbarkeit für vielfältige Aktivitäten (von Spielen über Informationssuche bis hin zu Videos).

YouTube, als meist genutzte Videoplattform, bedient eher das Bedürfnis nach kurzen Videos-Snacks und macht dem klassischen linearen Fernsehen keine Konkurrenz. Meist genutzte Videos sind Pannenvideos, lustige Tierclips oder auch Musikinhalte. Stark von der Presse gehypte YouTube-Stars sind den Kindern weitgehend unbekannt.

Für Kinder stellen die neuen Geräte keine glanzvolle technische Errungenschaft dar, sondern sie betrachten die Nutzungsmöglichkeiten jedes einzelnen Gerätes nüchtern vor dem Hintergrund ihres jeweiligen Nutzens. Und sie fügen sich den elterlichen Reglementierungen, bei denen es auch passieren kann, dass das W-LAN abgeschaltet wird oder das Tablet in der Schublade verschwindet. Der Fernseher dagegen erlebt eine Renaissance, als Feld in der Brandung: einfach bedienbar und immer präsent.

Den Webcast und die ausführliche Präsentation finden Sie hier!

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Robert Schäffner

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Forschung & Märkte, Konvergenz

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