IP Deutschland GmbH
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DIGITALE MEDIEN – LERNPROJEKT FÜR GROSS UND KLEIN
20.05.2019

Was "Die digitale Pubertät der Erwachsenen" mit einem Pinguin zu tun hat oder kurz: Medienkompetenz will erlernt sein.

Was mit der digitalen Transformation gemeint ist und was es mit dem Medienwandel auf sich hat, erklärt Diplom-Pädagoge Jöran Muuß-Meerholz auf eher ungewöhnliche Weise. Er greift hierzu auf die Welt der Pinguine zurück, deren "Medium" sowohl das Land als auch das Wasser ist. Sie leben und bewegen sich in beiden Welten, die unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten unterliegen. Ähnliches trifft auf die Welt der "alten" und "neuen" Medien zu. Auch hier gibt es unterschiedliche Funktionen und Maßstäbe, die es auszuprobieren und zu lernen gilt.

Im Umgang mit digitalen Medien sind Erwachsene und Kinder gleichermaßen Lernende. Medienphänomene wie Smombies, Generation Selfie, Digital Comforter, Handysucht oder Binge Watching sind bei Erwachsenen ebenso zu beobachten wie bei Kindern. Offensichtlich müssen Erwachsene im schnelllebigen digitalen Zeitalter diese Phänomene einmal komplett selbst durchleben. Heißt: ausprobieren und austesten, übertreiben und untertreiben, Urteilsfähigkeit und Verantwortung trainieren sowie einen Prozess von Reifung und Entwicklung durchlaufen. Das ist das, was Muuß-Meerholz als die "digitale Pubertät" bezeichnet. Medienkompetenz will erlernt sein. Hat man sie erlangt, dann ist es möglich, praktische Strategien für den kindlichen Alltag festzulegen.

Vor dem Hintergrund, dass auch Erwachsene in der Lernphase stecken und Medienkompetenz nicht angeboren ist, sondern angeeignet werden muss, ist es umso wichtiger, Vernunft walten zu lassen und Vorbild für sein Kind zu sein. Gleichzeitig ist anzuerkennen, dass Kinder in einigen Dingen souveräner oder kompetenter im Umgang mit Medien sind als Erwachsene. Der Diplom-Pädagoge regt dazu an zu überlegen, warum man nicht voreinander und miteinander lernen sollte, gerade weil unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven aus beiden Welten vorhanden sind. Die eine Welt verschwindet nicht für die andere. Es macht also Sinn, sich gemeinsam mit einer Sache – oder einem digitalen Gerät – zu beschäftigen, laut dabei zu denken, Unwissenheit zuzugeben. Dabei lernen Kinder und Erwachsene nicht nur von- und miteinander, sondern es stärkt auch das Vertrauensverhältnis.

von Jöran Muuß-Meerholz

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Cornelia Krebs

Cornelia Krebs
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