IP Deutschland GmbH
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PARALLELNUTZUNG BEIM TV-KONSUM: 3/4 DER NUTZUNG SIND EXKLUSIV

Das wichtigste Screen-Device bei der Parallelnutzung ist das Smartphone und hier wird Social Media als die wichtigste Aktivität genannt.

Zahlreiche Devices wetteifern im Haushalt um die Aufmerksamkeit. In WhatsApp chatten, während man auf dem Tablet nach VIP-News surft und parallel TV schauen? Alles möglich – aber nicht der Normalfall. Gerade das klassische, lineare Fernsehen involviert und fesselt die Zuschauer. Aus diesem Grund ist der exklusive TV-Konsum (also ohne parallele Nutzung weiterer Screens) die mit weitem Abstand führende Form der TV-Nutzung. Bei 77 Prozent aller TV-Nutzungskontakte widmet der Zuschauer (E 14–59) seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem großen Screen.

Das ist eines der Ergebnisse der 2019er-Ausgabe der Fourscreen Touchpoints. Die medienneutrale Single-Source-Studie erfasst detailliert die Nutzung der einzelnen Medienangebote dann, wenn sie passiert. Über 34.000 Momentaufnahmen liefern so ein vielschichtiges Bild der Mediennutzung* im Alltag der 14- bis 59-Jährigen. Gegenüber der 2017er-Erhebung hat der Anteil der Exklusivnutzung in allen Altersgruppen sogar noch zugenommen – besonders hervorzuheben sind hier die 14- bis 25-Jährigen (+4 Prozentpunkte) und die 26- bis 35-Jährigen (ebenfalls +4 Prozentpunkte).

In der Primetime ist die TV-Nutzung besonders exklusiv

Ein detaillierter Blick auf den Tagesverlauf der Nutzung zeigt: Je später, umso exklusiver wird TV genutzt. In der Primetime von 20.00–23.00 Uhr erreicht die Exklusivnutzung ihren Spitzenwert von 83 Prozent (E 14–59; zum Vergleich 2017: 78%). In der jungen Zielgruppe (E 14–25) beginnt die Zeit hoher Exklusivnutzung sogar schon um 16.00 Uhr (75% TV exklusiv).

Wenn beim TV-Konsum zu einem zweiten Screen-Device gegriffen wird, dann ist das meistens das Smartphone (E 14-59: 72%, E 14-25: 85%). An dritter Stelle kommt nach Desktop oder Laptop (E 14-59: 24%; E 14–25: 18%) das Tablet. Bei den 14- bis 59-Jährigen steuern iPad & Co. 13 Prozent aller Multiscreen-Kontakte bei (2017: 15%). In der jungen Zielgruppe haben Tablets massiv an Bedeutung als Multiscreen-Devices verloren – sie stehen gerade einmal für 7 Prozent der Kontakte (2017: 12%).

Kommunikation ist wichtigster Bestandteil der Parallelnutzung

Dass bei der TV-Parallelnutzung am ehesten zum Smartphone gegriffen wird, ist bereits ein Indiz dafür, welche Aktivitäten im Vordergrund stehen. Denn das Smartphone ist unter allen Devices das Gerät, das die höchste Bedeutung für persönliche Kommunikation hat. Allein auf WhatsApp, Facebook und Instagram entfällt bei den 14- bis 59-Jährigen 45 Prozent der Multiscreen-Nutzung am Smartphone (2017: 50%), in der jungen Zielgruppe sind es sogar 57 Prozent (2017: 64%). Bei insgesamt abnehmender Tendenz, hat Social Media weiterhin eine hohe Relevanz beim TV-Konsum. Gerade Peers tauschen sich gerne auch über ihre TV-Highlights aus.

Fazit

TV fesselt unverändert die Zuschauer, in jüngeren Zielgruppen nimmt die Parallelnutzung anderer Screen-Devices sogar ab. Das wichtigste Screen-Device bei der Parallelnutzung ist das Smartphone, hierbei entfällt knapp die Hälfte der Aktivitäten auf die drei größten Social-Media-Plattformen. Auf Notebook oder Desktop schweifen die Blicke beim TV-Konsum weit seltener ab. Das Tablet hat die geringste Relevanz bei der Parallelnutzung.

Mehr Informationen rund um die Fourscreen Touchpoints-Studie gibt es hier.

Titel aktualisiert Größe Format
Fourscreen Touchpoints-Studie 2019 09.04.2019 1.579 KB PDF

*Methodik: Die Fourscreen Touchpoints ist eine verlässliche Single-Source-Erhebung zum konvergenten Medienalltag, die die Nutzung dann erfasst, wenn sie passiert. Hierfür wurden 1.072 Erwachsene im Alter von 14 bis 59 Jahren (Smartphoner und Nicht-Smartphoner, quotiert nach Alter, Geschlecht und Bildung) mit der „I love MyMedia-App“ auf dem eigenen Smartphone oder einem Leihgerät über drei Tage hinweg einmal pro Stunde befragt. In der Feldzeit von Ende September bis November 2018 entstanden so mehr als 34.000 Momentaufnahmen (Tagebucheinträge).

Ansprechpartner

Sandra Schümann

Sandra Schümann
Forschung & Märkte, Konvergenz

+49 221 456-71087

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