TYPISCH VOX: "RANSOM" BASIERT AUF WAHREN BEGEBENHEITEN
16.02.2017

Im exklusiven Interview erzählt Serienschöpfer Frank Spotnitz wie er Laurent Combalbert – die reale Person hinter der Haupfigur von "Ransom" – kennengelernt hat und inwiefern seine echte Geschichte das Crime-Drama zu einer vielversprechenden Serie für VOX macht.

Authentisch und so nah dran wie möglich – das ist typisch VOX. Mit dem neuen Procedural, welches in Koproduktion mit der Mediengruppe RTL entstanden ist, setzt der Sender  auf das Verhandlungtalent von Eric Beaumont. Die Erstausstrahlung von Ransom läuft aktuell noch in den USA und startet im unmittelbaren Anschluss bei VOX.

VOX zeigt "Ransom" ab 29. März, mittwochs um 21.15 Uhr

>"Ransom" ist eine neue Art von Krimi-Serie, die die Menschen vorher noch nicht gesehen haben.<
FRANK SPOTNITZ, EXECUTIVE PRODUCER VON "RANSOM"

Produziert wurde das episodisch erzählte Crime-Drama "Ransom" von Entertainment One, Big Light Productions, Sienna Films und Wildcats Productions in Koproduktion mit der Mediengruppe RTL Deutschland, dem US-Network CBS, TF1 aus Frankreich und Corus Global aus Kanada. Die Dreharbeiten fanden 2016 u.a. in Toronto und Nizza statt. Als Showrunner fungiert der mehrfach "Emmy"-nominierte Produzent und Drehbuchautor Frank Spotnitz ("Akte X", "The Man in the High Castle", "Die Medici: Herrscher von Florenz"), der die Serie gemeinsam mit David Vainola ("Diamonds", "Combat Hospital") entwickelt hat.

Interview mit Frank Spotnitz

Inspiriert von wahren Ereignissen

"Ransom"-Serienschöpfer Frank Spotnitz im Interview.

Was macht "Ransom" so besonders?
Nur wenige Menschen wissen, dass private Verhandler überhaupt existieren. Dabei finden jedes Jahr schätzungsweise 30.000 Lösegeld-Erpressungen in der ganzen Welt statt. Aber selbst die Polizei erfährt davon häufig nichts. Ich war direkt begeistert von diesem Thema und vor allem vom französischen Verhandlungsspezialisten Laurent Combalbert – er ist das ganze Jahr über als Verhandler im Einsatz und das mit großem Erfolg. Es ist einfach beeindruckend, wie er Kidnapping-Situationen ohne Gewalt und nur mit seinem Menschenverstand löst. Er ist ein wahrer Held. Und in „Ransom“ agiert Eric Beaumont genauso wie Laurent Combalbert im echten Leben.

Welche Zielgruppe soll "Ransom" ansprechen?
Ich denke "Ransom" erreicht junge und alte Leute, Männer und Frauen, ein breites Spektrum. Die Serie hat etwas Universelles an sich und das liebe ich. Es ist wirklich eine Freude, eine Serie wie diese zu machen.

Die Hauptfigur in "Ransom", Eric Beaumont, basiert auf der realen Person Laurent Combalbert. Wie sind Sie auf ihn aufmerksam geworden und haben Sie ihn persönlich kennengelernt?
Vor circa drei Jahren hat mich die Produktionsfirma Wildcats Productions angesprochen und man erzählte mir die Geschichte von Laurent Combalbert. Ich war sofort gefesselt, wollte die Serie "Ransom" unbedingt machen und habe mich dann mit Laurent getroffen. Und er war tatsächlich genauso beeindruckend wie ich es mir vorgestellt habe. Das Wunderbare an Laurent ist, dass er nicht nur ein fantastischer Verhandlungsspezialist ist, er kann seine Taktiken auch sehr gut erklären. Er hinterfragt ständig, was er gut oder schlecht gemacht hat – das macht ihn auch so erfolgreich. Inzwischen hat er sogar schon einige Bücher über seine Verhandlungs-Strategien geschrieben.

Basiert die Handlung der einzelnen Folgen "Ransom" vollständig auf den Erlebnissen von Laurent Combalbert?
Wir nutzen die Erlebnisse, von denen uns Laurent und sein Partner Marwan Mery erzählt haben, als Ausgangspunkt für jede Episode. Der große Unterschied zwischen der Serie und der Realität ist vor allem, dass wir auch eine Geschichte rund um die Verhandlungen erzählen. Es geht nicht nur um Eric Beaumont und seine Strategien, sondern auch um die Mysterien seiner Vergangenheit. Dies hat dazu geführt, dass wir uns etwas von Laurents Erzählungen entfernen und noch neue Dinge erfinden mussten. Aber auch wenn manche Elemente in der Serie fiktiv sind, versuchen wir uns so nah wie möglich an die Erlebnisse von Laurent Combalbert zu halten.

Haben die Deutschen einen bestimmten Serien-Geschmack?
Es ist kein Geheimnis, dass die Deutschen Krimi-Serien lieben. Und es gibt tausende solcher Serien im deutschen Fernsehen. Da scheint es einen enormen Krimi-Appetit zu geben. Deshalb wird eine Serie wie "Ransom" auch hoffentlich gut ankommen. Denn "Ransom" ist eine neue Art von Krimi-Serie, die die Menschen vorher noch nicht gesehen haben.

Wie kommen Sie auf Ideen? Haben Sie dafür eine bestimmte Technik?
Neue Ideen kommen von überall her. Im Ernst, manchmal kommt jemand einfach mit einer Idee zu mir. Und manchmal habe ich plötzlich eine Idee oder einen guten Gedanken im Kopf. Die Gemeinsamkeit bei meinen Serien ist aber auf jeden Fall, dass all meine Projekte sehr emotional sind. Ich arbeite dafür sehr hart, kümmere mich um die Charaktere und die Geschichten und hoffe, dass alle meine Serien den Zuschauern etwas mit auf den Weg geben. Denn im Idealfall bemerken die Zuschauer, dass immer eine Message hinter einer Serie steckt.
Executive Producer Frank Spotnitz
Executive Producer Frank Spotnitz (l.)

Formatbeschreibung

Neues Crime-Drama "Ransom"

Wenn brutale Geiselnehmer und Erpresser zuschlagen, ihre Opfer verzweifelt sind und auch die Polizei nicht weiter weiß, kommt er zum Einsatz: Eric Beaumont (Luke Roberts, "Black Sails", "Game of Thrones", "Wolf Hall"). Im brandneuen Crime-Drama "Ransom", das VOX ab 29.3. immer mittwochs um 21:15 Uhr zeigt, dreht sich alles um den Top-Verhandler, der die gefährlichsten Schwerverbrecher der Welt in Sekunden durchschaut, Vertrauen aufbaut und versucht eine gewaltfreie Konfliktlösung zu erreichen. Denn um Menschenleben zu retten, ist seine schärfste Waffe das Wort.

Bei seinen riskanten Einsätzen wird der frühere Elite-Polizist Eric Beaumont, der inzwischen seine eigene Verhandlungs-Agentur betreibt, von Profiler Oliver Yates (Brandon Jay McLaren, "Graceland", "The Killing") und der Ex-Polizistin Zara Hallam (Nazneen Contractor, "Heroes Reborn", "24") unterstützt. Gemeinsam übernimmt das Team die Kontrolle über die Verhandlungen und versucht die gefährliche Lage zu beruhigen. In jeder Folge ist die Gruppe in einer anderen Stadt aktiv. Gleich zu Beginn der Serie stößt außerdem mit der jungen Maxine Carlson (Sarah Greene, "Penny Dreadful") eine neue Kollegin zum Team, die ein mysteriöses Geheimnis in sich trägt: Ihre Mutter kam vor 15 Jahren bei einem Einsatz von Beaumont ums Leben…

Doch nicht nur im Beruf muss sich Eric Beaumont vielen Herausforderungen stellen, denn im Privatleben sorgen seine sonst sehr wertvollen Fähigkeiten für Probleme: Sein Talent, Menschen zu beeinflussen, kann er nicht einfach abschalten – zum Ärger seiner Familie, seiner Freunde und Kollegen. Ist Eric wirklich er selbst, oder doch nur der, der er sein muss, um zu bekommen, was er will?

Ransom

Cast

Luke Roberts
 

Luke Roberts spielt Eric Beaumont
Der englische Schauspieler Luke Roberts wird 1977 in Suffolk, England geboren. Nach dem Schulabschluss studiert er an der London Academy of Music and Dramatic Art. Im Jahr 2005 feiert er seinen Durchbruch im TV. In der britischen Serie "Holby City" spielt der Engländer 200 Folgen lang den Assistenzarzt "Joseph Byrne". Auf der Kinoleinwand ist er 2011 neben Johnny Depp und Penélope Cruz in "Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten" zu sehen. Nach Gastauftritten in "Law & Order: UK" und in der amerikanischen Fernsehserie "Reign" übernimmt er im Jahr 2014 eine Hauptrolle in der Serie "Taxi Brooklyn". Danach steht er 2015 in der Miniserie "Wolf Hall" und in der Emmy-ausgezeichneten Abenteuerserie "Black Sails" vor der Kamera. In Deutschland wird Luke Roberts vor allem durch seinen Gastauftritt in der Fantasy-Fernsehserie "Game of Thrones" bekannt. Seit 2017 spielt er den Verhandlungsspezialisten "Eric Beaumont" in der brandneuen Serie "Ransom".

 

Nazneen Contractor spielt Zara Hallam Nazneen Contractor wird am 26. August 1982 in Mumbai, Indien geboren. Mit sieben Jahren zieht die Familie erst nach London, dann zwei Jahre später nach Toronto, wo Nazneen Contractor ihr Tanz- und Schauspielstudium absolviert. Schon früh verfolgt sie ihren Traum von einer Schauspielkarriere. Mit nur 18 Jahren hat sie ihren ersten Auftritt in der Fernsehserie "Starhunter". Sechs Jahre später bekommt sie ihre erste Filmrolle in dem in Indien uraufgeführten Drama "We R Friends" (2006). Ihren Durchbruch schafft sie im Jahr 2008 in der kanadischen Dramaserie "The Border" neben dem Schauspieler James McGowan. Für ihre Leistung wird sie mit dem "Golden Nymph Award" beim "Monte Carlo Television Festival" ausgezeichnet. Außerdem spielt sie in verschiedenen Fernsehserien, wie "24" (2010), "Person of Interest" (2014), "Bones – Die Knochenjägerin" (2014), "Covert Affairs" (2014) und "Stalker" (2015) mit. Auf der Kinoleinwand ist die Schauspielerin den Zuschauern aus "Star Trek: Into Darkness" (2013) bekannt. Im Jahr 2017 übernimmt Nazneen Contractor die Rolle der Polizistin "Zara Hallam" in der Serie "Ransom". 

Nazeen Contactor

 

Brandon Jay McLaren

 Brandon Jay McLaren spielt Oliver Yates
Brandon Jay McLaren wird am 3. Juli 1981 in Vancouver, Kanada geboren. Nach einer Rolle im Film "She’s the Man – Voll mein Typ" (2006) und Gastauftritten in Fernsehserien wie "Smallville" (2004) folgt von 2007 bis 2009 eine Hauptrolle in der kanadischen Fernsehserie "The Best Years: Auf eigenen Füßen". 2009 hat Brandon Jay McLaren einen Gastauftritt in der Serie "CSI: Vegas". Von 2010 bis 2011 ist er in der beliebten Serie "Being Erica – Alles auf Anfang" zu sehen. Zudem stellt er 2012 den Ingenieur "Jamil Dexter" in der Science-Fiction-Serie "Falling Skies" dar. Weitere Gastauftritte in amerikanischen Serien folgen, wie zum Beispiel in "The Killing" (2011-2012) "Graceland" (2013-2015) oder „Chicago Fire“ (2016). Außerdem spielt er in einigen Kinofilmen wie "Dr. Dolittle: Million Dollar Mutts" (2009), "Tucker and Dale vs. Evil" (2011) und "Plush" (2013) mit. Im Jahr 2015 wird der kanadische Schauspieler mit dem "Golden Maple Award" in der Kategorie "Best Actor in a TV-Series" ausgezeichnet. In der Serie "Ransom" verkörpert Brandon Jay McLaren seit 2017 den Profiler "Oliver Yates".

 

Sarah Greene spielt Maxine Carlson
Die irische Schauspielerin und Sängerin Sarah Greene wird 1986 in Cork, Irland geboren. Sie hat ihren ersten Bühnenauftritt im zarten Alter von sechs Jahren in dem Theaterstück "The Kind and I" am Opera House in Cork. Nach dem Studium an der Gaiety School of Acting in Dublin spielt sie neben Deirdre O’Kane, Liam Cunningham und Brendan Coyle in dem von Regisseur Stephen Bradley inszenierten Film "Noble". Für ihre Rolle in der Broadway-Produktion "The Cripple of Inishmaan" neben Daniel Radcliffe wird sie 2014 für den Tony Award und den Laurence Olivier Award nominiert. Im gleichen Jahr spielt sie auf der Kinoleinwand neben Bradley Cooper und Sienna Miller in dem Drama "Im Rausch der Sterne" und übernimmt im TV eine Hauptrolle in der Serie "Penny Dreadful". Die schauspielerische Leistung der Irin wird im Jahr 2015 und 2016 mit gleich drei Awards gewürdigt. Sie gewinnt zwei Mal den "Irish Film Board Rising Star Award" und einmal den "Irish Film and Television Award" für die beste Leistung in einer Nebenrolle. Außerdem räumt sie beim Boston Film Festival, Santa Barbara International Film Festival und Newport Festival Jury- und Publikumspreise ab. Seit 2017 gehört Sarah Green zum Hauptcast der neuen Serie "Ransom".

Sarah Greene

 

Interview mit Luke Roberts

Luke RobertsWorum geht es in der Serie "Ransom"?
Luke Roberts: "Ransom" portraitiert das Leben von privaten Verhandlungsspezialisten und ihren Kriminalfällen. Die Charaktere sind gerade alle in einem extremen Moment ihres Lebens. Sie arbeiten an schwierigen Fällen und müssen jedes Mal eine Topleistung abrufen. Für mich ist es total interessant, die Rolle "Eric Beaumont" zu spielen, weil er einfach einer der besten Krisenmanager der Welt ist und versucht jeden Fall gewaltfrei zu lösen.

Wie würden Sie Ihre Rolle des Eric Beaumont beschreiben?
Eric Beaumont hat früher beim FBI gearbeitet. Sein Verhandlungs-Stil ist durch seine Vergangenheit geprägt. Im Grunde ist er ein freundlicher, guter und ehrenhafter Mensch, aber er hat traumatische Erlebnisse hinter sich und vor allem eins verfolgt ihn noch immer. Diese Erlebnisse haben ihn aber in eine neue, andere Richtung gelenkt. Es geht vor allem darum Zugeständnisse zu machen. Er arbeitet nach dem Prinzip: Wenn du mir etwas gibst, gebe ich dir etwas zurück. Generell verhandeln wir in unserem Leben die ganze Zeit. Eric hat die Fähigkeit, schnell herauszufinden, was die sogenannten "Baddies", die Bösewichte, brauchen und wollen. Er kann sehr schnell Dinge in die Tat umsetzen, um eine potenzielle Katastrophe zu verhindern.

Gibt es Eigenschaften, die Sie mit Eric Beaumont gemeinsam haben?
Ich vertraue meinen Instinkten und meinen Fähigkeiten nicht so sehr, dass ich Extremsituationen wie eine Geiselnahme problemlos wegstecken könnte (lacht). Deswegen sind die Figuren in "Ransom" auch Superhelden für mich. Als ich die Rolle "Eric Beaumont" bekam, habe ich viel darüber nachgedacht, welche Figur man als Zuschauer am ehesten sein will. Und ich glaube die meisten wollen "Eric" sein. In der Welt da draußen gibt es wahre Helden, die vor nichts Angst haben. Diese Furchtlosigkeit entsteht manchmal aus Courage, einem Gemeinschaftssinn oder dem Wunsch anderen Menschen zu helfen. Und Eric hat alle drei Komponenten!

Was macht Eric Beaumont so erfolgreich?
Eric ist ein sehr intelligenter Mann. Seine Erfolgsrate ist vor allem deshalb so hoch, weil er immer an seine Grenzen geht, um die Geiselnahme zu beenden und um herauszufinden, was die Geiselnehmer wollen. Außerdem hat er das beste Team der Welt. Er hat den besten psychologischen Profiler Oliver Yates. Als Chefermittlerin hat er die New Yorker Ex-Polizistin Zara Hallam und er hat Maxine, die alles dafür tut, um Teil des Teams zu werden, obwohl ihre Mutter bei einem Einsatz von Beaumont gestorben ist. Eric hat die besten Leute, die beste Technologie, die besten Autos und natürlich die besten Anzüge (lacht).

Was verbinden Sie mit Laurent Combalbert, dem realen Vorbild der Serie?
Ich habe mit Laurent ausgiebig über seine Arbeit geredet. Er hat mir wirklich einen genauen Einblick in sein Leben gegeben. Ich habe bemerkt, dass er so etwas wie eine Schutzhülle um seinen Körper trägt. Er ist ein höflicher, kultivierter Mann. Er kann mit Menschenmengen genauso gut umgehen, wie mit einzelnen Personen. Aber das Coole an Laurent ist, dass er absolut kein „Bad Ass“ ist, obwohl er die Möglichkeit hätte. Sein Ziel ist es, zu gewinnen, ohne dabei arrogant zu wirken. Alleine schon wie er Pausen während des Redens macht – die Täter wissen bei ihm immer, dass er ihnen drei Schritte voraus ist und sie keine Chance gegen ihn haben. Laurent hat diesen coolen Unterton. Ich hoffe, mir gelingt es, diese Coolness schauspielerisch umzusetzen.

Was macht einen guten Vermittler aus?
Um ein erfolgreicher Vermittler zu sein, musst du vor allem Menschen mögen. Du musst nicht unbedingt die Gedanken der Menschen lesen können – Eric Beaumont zum Beispiel macht das nie – sondern ein wirkliches Interesse daran haben, wie Menschen ticken. Du brauchst unheimlich viel Empathie! Es sind wirklich sonderbare Situationen, in denen sich Vermittler befinden, aber du musst immer die Gefühle nachempfinden können. Auch wenn die Leute moralisch verwerfliche Sachen machen oder etwas tun, das gegen die gesellschaftlichen Werte verstößt.