IP Deutschland GmbH
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MÄNNER-TV-MARKT AUS NITRO-SICHT

Was macht die Zielgruppe Männer so interessant für die Werbewirtschaft? Welche Genres haben das größte Wachstumspotenzial? Wie attraktiv ist fiktionale Lizenzware für Spartensender? Das und mehr beantwortet Oliver Schablitzki im Interview mit new business.

Im Rahmen einer Umfrage zum Thema Männer-TV-Markt hat u. a.  NITRO-Senderchef Oliver Schablitzki mit dem Fachmagazin new business gesprochen:

Schablitzki

In den vergangenen Jahren hat die Fragmentierung des TV-Marktes stark zugenommen. Eine Folge daraus sind spezielle TV-Sender für Männer. Was macht diese Zielgruppe für die Werbewirtschaft so interessant?

Männer sehen, pauschal gesprochen, weniger fern als Frauen. Und wenn, dann häufig typische 'Männerprogramme' oder gleich '-sender' wie NITRO und n-tv. Werbekunden platzieren in diesen Umfeldern gern klassische Männerprodukte: Heimwerkerbedarf, Autos und Bier – einerseits, um Männer in der richtigen inhaltlichen Umgebung zu erreichen und andererseits, um Kampagnen auf breiter ausgerichteten Sendern um zusätzliche Kontakte bei Männern 'anzureichern'.


Das Programmangebot der Männer-TV-Sender zeichnet sich durch einen anderen Genre-Mix aus als dies etwa bei den Hauptprogrammen der Fall ist. Welche Genres kommen besonders gut an? Welche haben das größte Wachstumspotenzial?

Sport und Factual Entertainment bzw. Dokumentation erfahren die größte Akzeptanz von einem männlichen Publikum. Das sehen wir an reinen Sportsendern bzw. Info- oder Factualangeboten, die sich ganz einem Genre verschrieben haben. Bei NITRO haben wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht, neben diesen beiden Genres auch auf männeraffine Fiction zu setzen, z. B. Spielfilme und Sitcoms. Das macht uns unabhängiger von Trends und Moden. Was Investitionen angeht, wachsen wir im Factual Entertainment sowie im Sport am meisten, weil wir hier noch Entwicklungspotenzial sehen.


Kommen wir noch einmal zurück zum Thema Automobile. Welche Bedeutung hat das Thema Automobile heute im Männer-TV-Markt?

Die "Formel 1" ist in diesem Bereich das Maß aller Dinge. Jenseits dessen gibt es aber immer wieder Möglichkeiten, die Faszination für den Rennsport zu bedienen, Beispiel "ADAC Zurich 24h Rennen": Mit einer Live-Ausstrahlung von knapp 26 Stunden am Stück haben wir das Rennen in der Eifel zum dritten Mal in Folge erfolgreich eventisiert und sind erneut mit einer steigenden Zuschauerzahl belohnt worden. Über den Rennsport hinaus dokumentiert die Menge an Auto-Magazinen im Markt das Fanpotenzial dieses Themas. Wir profitieren da von "Top Gear" – dem weit verbreitetsten Automagazin der Welt aus dem Hause BBC. Perspektivisch werden meines Erachtens nach die Zukunftstechnologien im Automotive-Bereich das Thema inhaltlich verändern.


US-Serien hatten zuletzt einen schweren Stand auf dem deutschen TV-Markt, weshalb große Sender verstärkt auf Eigenproduktionen setzen. Wie attraktiv ist fiktionale Lizenzware für Spartensender? Inwiefern ist die Nachfrage nach US-Ware inzwischen auch für Spartensender zu klein (siehe "Modern Family" oder "Homeland")?

US-Fiction erfährt aktuell einen Bedeutungsverlust bei großen Free-TV-Sendern, von dem wir aber – als Spartensender der 3./4. TV-Generation – aktuell profitieren, weil wir damit einhergehend leichter Zugriff auf US-Fiction bekommen. Die Summe an Free-TV-Premieren wie die von "Taken", "Blacklist: Redemption" oder "Kevin Can Wait" wären vor Jahren auf NITRO sicher noch undenkbar gewesen. Premium-Serien mit hoher Aufmerksamkeit in der Presse wie "House Of Cards" sind dagegen Produkte, die gezielt für SVOD produziert werden. Dass diese nur schwer im Fernsehen eingesetzt werden können – diese Erkenntnis setzt sich langsam durch.

Der komplette Beitrag ist nachzulesen im new business-TV-Schwerpunkt anlässlich der Screenforce Days.

Quelle: new business / NITRO Presse

Ansprechpartner

Franziska Wünsch

Franziska Wünsch
B2B Marketing VOX, n-tv & NITRO

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