IP Deutschland GmbH
IP Deutschland GmbH
NOCH MEHR SELBSTGESTRICKTES –
JETZT AUCH DIENSTAGS
12.12.2017

Mangelnder Nachschub aus dem Ausland oder fehlende Exklusivität bei Lizenzformaten und bei der Ausschöpfung der Nutzungskette: Dass Eigenproduktionen in der deutschen Fernsehlandschaft immer wichtiger werden, ist für die Branche nichts Neues. Doch RTL hat sich im Gegensatz zu manchem Wettbewerber aktuell schon gut auf diese Situation eingestellt, denn knapp 90 Prozent des Line-ups werden mit Eigenproduktionen bestückt – und dieser Selfmade-Anteil soll künftig noch weiter ausgebaut werden: Ab Anfang 2018 werden nicht nur an dem etablierten Donnerstagabend deutsche Serien gezeigt, sondern nun wird auch der Dienstagabend mit deutscher Fiction bestückt.

KONSEQUENT DAS ZIEL VERFOLGEN

Egal ob Fiction, Show oder Real Life: Die Programmmacher der Mediengruppe RTL Deutschland drehen an allen Stellschrauben, um etablierte Formate weiterzuentwickeln – oder attraktive, neue Inhalte zu schaffen, die den jeweiligen Sender nachhaltig stärken.

Kreativität und Geduld – beim Konzipieren neuer Formate – sind erfolgsentscheidend: Neue Ideen werden analysiert, verworfen, verändert und wieder neu umgesetzt. Beim gesamten, sehr umfangreichen Produktionsprozess heißt es, auf die richtige, beim Zuschauer beliebte Mischung aus Relevanz, Unterhaltung und Humor zu achten. Im Zusammenspiel mit der sendereigenen Handschrift werden Eigenproduktionen so nicht nur zum Erfolg, sondern auch zu einem echten Alleinstellungsmerkmal für die jeweilige Sendermarke.

FRISCHES FUTTER FÜR FICTION-FANS

Die RTL Programmmacher folgen weiter dem Weg, den sie mit ihrer ersten Fiction-Offensive, die Serien unterschiedlicher Genres hervorgebracht hat, eingeschlagen haben. Ziel ist es, mit Fiction made by RTL einen zweiten Serienabend, genauer: den Dienstagabend, zu bestücken – denn Serien aus eigener Herstellung sollen künftig das Grundgerüst der Fiction-Versorgung bilden.

SERIENMACHER MIT GEFÜHL UND ERFAHRUNG

Serien bringen Beständigkeit ins Line-up, da sie allmählich und kontinuierlich Reichweite aufbauen und sich dabei ggf. eine stetig wachsende, treue Fangemeinde sichern können, was selbst starke Gegenprogrammierungen weniger ins Gewicht fallen lässt. RTL setzt mit Dramedy, Legal und Sitcom beim Ausbau seines seriellen Fiction-Angebots auf eine ausgewogene Genrevielfalt – und startet mit gleich drei neuen Serien zu Beginn des Jahres.

Da Solitäre erfahrungsgemäß nicht erfolgversprechend sind, haben die Programmverantwortlichen Wert darauf gelegt, dass die neuen Serien trotz ihrer Genreunterschiede miteinander harmonieren und sich gut in eine gemeinsame Programmierung einfügen. 

Neue deutsche Fiction

VIELFALT FÜR EINE BREITE ZIELGRUPPE

Möglichst viele Zuschauer erreichen und zu Fans machen – darauf richtet RTL alles aus. Das beginnt schon bei der Konzeption der Inhalte. Es gilt, die Erwartungen und Interessen einer besonders breiten Zielgruppe – Jung und Alt, Männer und Frauen – zu kennen und zu treffen. Deswegen hat RTL für das Line-up zum Jahresanfang gleich drei neue Serien-Eigenproduktionen eingeplant – zwei davon dienstags.

"SANKT MAIK" – SPANNUNG FÜR DIE GEMEINDE

Trickbetrüger Maik Schäfer, gespielt von Daniel Donskoy, tauscht auf der Flucht vor der Polizei die falsche Schaffneruniform gegen eine echte Soutane. Das entreißt ihn zwar dem Arm des Gesetzes, treibt ihn aber in die festen Hände von Pfarrhaushälterin Maria, die ihn für den sehnlichst erwarteten neuen Pfarrer hält. Unversehens wird aus Maik, dem Berliner Kleinkriminellen, der vermeintlich brave Pfarrer Sanmann, Hüter der Läuterberger Kirche. Und Hochwürden Maik lernt schon bald die süßen Seiten des Pfarrerdaseins schätzen.

Mit dem technologischen Innovationsthema Ultra-HD (UHD) hat die Mediengruppe RTL Deutschland in den vergangenen Jahren bereits einige Erfahrungen gesammelt, 2016 wurden beispielsweise Folgen des NITRO Autoquartetts in UHD realisiert. Nun geht die Mediengruppe RTL Deutschland mit der Serie "Sankt Maik" den nächsten Schritt und kombiniert erstmals bei einer deutschen Free-TV-Serie UHD und High Dynamic Range (HDR). 
 

Sankt Maik

"BECK IS BACK!" – JURIST WIDER WILLEN

Bert Tischendorf verkörpert Hannes Beck, dessen Leben gerade auf links gedreht wird: Seine Ehefrau, Beruf Staatsanwältin, geht mit einem Kollegen fremd, und Hannes fliegt raus – samt den Kindern. Was jetzt? Zum ersten Mal in seinem Leben muss Hannes arbeiten gehen, doch sein Jurastudium ist lang her – und von der Praxis hat er so gut wie keine Ahnung.

Beck is back!

"BESTE SCHWESTERN" – DIE LIEBE FAMILIE

Die mehrfach ausgezeichnete Comedienne Mirja Boes spielt Tierpflegerin Eva, die sich als alleinerziehende Mutter durch ihren Alltag kämpft – bis ihre kleine Schwester Toni (Sina Tkotsch) überraschend bei ihr einziehen will. Die ersehnte Entlastung? Wohl eher nicht. Eva weiß, dass ihr liebes Schwesterherz alles andere als verlässlich durchs Leben geht. Doch für Eva ist Toni auch eine Chance, neuen Wind in ihren Alltag und seine Probleme zu bringen… 

Schwestern

DIE NEUE FICTION-PROGRAMMIERUNG:

DIENSTAG

"Sankt Maik" – ab 23. Januar, dienstags um 20.15 Uhr (neue Serie)
"Beck is Back!" – ab 30. Januar, dienstags um 21.15 Uhr (neue Serie)

DONNERSTAG

"Der Lehrer" – ab 4. Januar, donnerstags um 20.15 Uhr (neue Folgen)
"Magda macht das schon!" – ab 4. Januar, donnerstags um 21.15 Uhr (neue Folgen)
"Beste Schwestern" – ab 18. Januar, donnerstags 21.45 Uhr (neue Serie)

Interview mit Daniel Donskoy

"DU MUSST DU SELBST, DEIN EIGENES ICH SEIN."

FOURSCREEN hat mit dem in Berlin aufgewachsenen Schauspieler Daniel Donskoy über sein Leben und die Rolle des Maik Schäfer gesprochen:

Sankt Maik 2

FOURSCREEN: Herr Donskoy, beschreiben Sie uns doch einmal die Figur des Maik Schäfer.

DANIEL DONSKOY: Maik ist ein sehr cleverer Mensch. Maik hätte in einem anderen Leben etwas anderes sein können als Trickbetrüger. Er hatte nicht die Chance dazu und lernt sich selbst gerade neu kennen. Er kommt aus schwierigen Familienverhältnissen und ist plötzlich auf eine abstruse Art und Weise für eine ganze Gemeinde verantwortlich. Es ist, glaube ich, schön, ihm dabei zuzugucken, weil er immer wieder auf sehr lustige Art und Weise Sachen falsch macht und auf dem ihm fremden Kirchenterrain ganz schön ins Straucheln kommt.

Wie haben Sie sich denn auf Sankt Maik vorbereitet?

Die Vorbereitung ist interessant. Du hast plötzlich 400 Seiten Buch vor dir und sitzt erstmal da und denkst dir: Oh Gott, wie mache ich das. Dann leiden deine Mitbewohner in der WG, weil du es immer wieder laut wiederholst. Ich lerne Texte durch lautes Wiederholen, immer wieder, immer wieder. Immer wieder die zehn Gebote, immer wieder das Vaterunser und immer wieder die ganzen Sachen. Ein bisschen Taschendiebstahl war auch Teil der Vorbereitung. Aber keine Sorge, ich habe alles zurückgegeben.

Gibt es Parallelen zwischen der Rolle und dem echten Daniel Donskoy?

Ja, auf jeden Fall. Ich bin oft im Leben umgezogen – auch durch viele Länder. Du kriegst eine Perspektive von außen auf die Gesellschaft und das ist ein Geschenk. Es ist am Anfang vielleicht schwer, man kommt irgendwo an, man ist neu, man ist fremd, die Leute vertrauen einem nicht sofort: Das ist schon eine Parallele, die ich mit Maik habe. Und es liegt dann an einem selbst, offen zu sein, zuzuhören, zu lernen. Du musst dabei nicht die Person sein, die die Leute von dir erwarten. Du musst du selbst, dein eigenes Ich sein. Der größte Unterschied ist, dass Maik aber genau das nicht darf. "Ich selbst sein" würde für ihn bedeuten aufzufliegen.

Sie sind in Berlin und Tel Aviv aufgewachsen, haben also immer in großen Metropolen gelebt. Bei "Sankt Maik" wird ja eher ländlich gedreht, also das totale Gegenteil. Wie empfinden Sie das?

Also, ich brauche auf jeden Fall die Möglichkeit, morgens um halb vier noch einen Döner zu essen. Das mache ich am Rosenthaler Platz in Berlin sehr gerne und das mache ich sonst natürlich auch an allen Falafelbuden Tel Avivs und Londons. Ich muss sagen, es ist phantastisch, gerade NRW kennenzulernen, denn wir drehen hier wirklich in so vielen kleinen Orten. Wenn man in Berlin lebt, denkt man, das Ende der U5 ist auch das Ende der Welt. Aber nein, es gibt sehr viel anderes. Und ich finde es auch total faszinierend, die Rheinländer sind wirklich so nett. Du sitzt in der Kneipe und nach zwei Kölsch wird direkt mit dir geplaudert. Das find ich super. Ich find’s total faszinierend, gerade Deutschland neu kennenzulernen – besonders die kleinen Städte: sehr charmant.

Gibt es eine Traumrolle, die Sie schon immer gerne spielen wollten?

Ja, in die Fußstapfen Javier Bardems zu treten. Meines Erachtens der beste Bond-Bösewicht meiner Zeit. Die zweite Rolle war immer ein Biopic über Freddy Mercurys Leben. Bei uns zu Hause lief immer Queen. Musik spielt in meinem Leben eine riesige Rolle und Freddy Mercury zu verkörpern wäre ein Traum. Doch der Film wird schon gedreht – Bohemian Rhapsody mit einer wahrlich fantastischen Besetzung: Rami Malek. Also konzentriere ich mich auf das "Bösesein" im Bond-Film.

In welchem Land fühlen Sie sich eigentlich zu Hause?

Ich fühle mich in Berlin zu Hause, ich fühle mich in London zu Hause, zurzeit fühle ich mich in Köln zu Hause. Ich brauche wirklich nicht viel, um mich zu Hause zu fühlen. Mir reicht ein Bett, in dem ich schlafen kann, etwas zu essen, und dann kann ich auch in Timbuktu happy sein.

Und von wem haben Sie die roten Haare?

Die roten Haare habe ich von meiner kettenrauchenden Uroma. (Lacht) Ja, sie ist die einzige in der Familie, die rote Haare hatte.
 

INTERVIEW MIT DEM LEITER "FICTION" BEI RTL

Auszüge des kresspro-Interviews mit Philipp Steffens vom 13.12.2017

Steffenskress: Herr Steffens, lassen Sie doch mal ein bisschen hinter die Kulissen blicken. Wenn der Marktführer ein Signal an die Produzenten aussendet, werden sich die Vorschläge ja auf Ihrem Tisch stapeln. Wie kommt eigentlich eine neue Serie bei RTL zustande? Ab wann schaffen es die Projekte bei Ihnen in die engere Wahl?

Wir haben eine Entwicklung hinter uns. Angefangen haben wir mit öffentlichen Ausschreibungen im Jahr 2014. Damals wollten wir die deutsche Sitcom revitalisieren – ein Genre, das lange eine prägende Programmfarbe von RTL war, seit den 2000er Jahren in der deutschen Fernsehlandschaft aber eher brach lag.

Lange her.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass in der Zwischenzeit viel Knowhow verloren gegangen ist. Die damaligen Autoren haben sich neu orientiert, die Writer’s Rooms von früher gab es nicht mehr. Für die jüngere Generation gab es kaum Vorbilder mehr, denen sie von den Hochschulen aus nacheifern konnten. Deswegen hatten wir unseren ersten Fiction-Pitch damals sehr offen ausgerufen. Es kamen über 300 Einreichungen zurück, von denen wir uns auf neun Drehbuch-Projekte einigten, die wir weiter entwickelten. Von den neun Pitch-Ergebnissen haben wir letztlich fünf pilotiert, vier davon gingen dann in Serie.

Und Ihr Lerneffekt dabei?

Wir haben einen guten Überblick über die Themen bekommen, mit denen sich die Autoren und Produzenten derzeit auseinandersetzen. Spannend war für mich herauszufinden, was den kreativen Nachwuchs aktuell eigentlich umtreibt.

Und? Wie lautet der Befund?

Unter den eingereichten Beiträgen waren nur sehr wenige Workplace-Sitcoms dabei. Stattdessen viele Familien-Sitcoms. Das war unser kleiner „Big Data“-Pool. Wir konnten so erfahren, womit sich die Kreativen im Lande derzeit beschäftigen. Unser Signal an die Branche kam sehr positiv an: Über 50 Prozent der Vorschläge wurden pilotiert, weit mehr davon sogar produziert!

Spätestens dann dürfte klar gewesen sein, dass Sie es bei RTL ernst meinen.

Wir wollten auf diese guten Erfahrungen rasch weiter aufbauen. 2015 haben wir dann einen Drama-Pitch rausgegeben. Da suchten wir Serien, die im Umfeld von „Der Lehrer“ und „Alarm für Cobra 11“ stattfinden können. Bei diesem Pitch gingen wir etwas selektiver vor und haben uns Produzenten, darunter auch neue, aufstrebende, herausgesucht, mit denen wir gerne einmal arbeiten wollen. Aus den Einreichungen entschieden wir uns diesmal für sieben Drehbücher, die wir letztlich alle pilotierten. Der letzte Pilot wird eben erst fertig gestellt. Fünf Projekte haben wir in Serie gegeben, einen Piloten haben wir nicht weitergeführt. So macht Entwickeln Spaß – auch für den Produzenten. Ich war ja selbst lange in dieser Rolle und bin es auf Senderseite in gewisser Weise immer noch. Wer mit uns zusammenarbeitet, hat sehr gute Chancen, dass seine Ideen auch auf Sendung gehen.

Was genau spricht Sie denn an, wenn Ihnen von Produzentenseite Vorschläge unterbreitet werden? Wie geht es in Ihrem Team dann konkret weiter?

Bei unseren Pitch-Aufrufen wird jeder Vorschlag mindestens von zwei meiner Leute begutachtet, bevor er in die engere Wahl kommt. Allein die Vorauswahl beschäftigt ein großes Team. Es sind auch nicht immer dieselben Mitarbeiter, die sichten. Mir ist dabei eine bunte Mischung wichtig. Wenn beide Prüfer zu einer Einigkeit kommen, ob der Stoff weiterverfolgt werden soll, kommt der Vorschlag in die große Runde. Über mehrere Konferenzen hinweg diskutieren wir dann gemeinsam über jedes Projekt. So arbeiten wir uns Stückchen für Stückchen heran.

Was ist dann Ihre Faustformel für eine perfekt passende RTL-Produktion?

Wir leben in einer extrem komplexen Zeit. Auf der einen Seite wollen wir den Menschen etwas geben, was schnell zu verstehen ist. Auf der anderen Seite können in solchen Formaten auch komplexe Themen abgearbeitet werden oder neue Erzählformen erfolgreich sein. Zunächst aber muss ein großes Publikum etwas vorfinden, zu dem es schnell einen Zugang findet. Eine Pitch-Line muss bei uns direkt auf den Punkt kommen – und sofort überzeugen. Gleichzeitig darf sie gerne etwas Besonders rausschälen, was neugierig macht.

 Das komplette Interview finden Sie hier.

Ansprechpartner

Birte Heemeyer

Birte Heemeyer
B2B Marketing RTL, VOX, RTLplus & NOW US

+49 221 456-26870

E-Mail senden

Jürgen Raab

Jürgen Raab
Disposition

+49 221 456-27330

E-Mail senden