IP Deutschland GmbH
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RTL-EVENTMOVIE:
DIE KIRSCHE AUF DER FIKTIONALEN TORTE
Das Joshua-Profil
Foto: MG RTL D / Boris Laewen

Nicht zuletzt durch höchste Produktionsstandards sorgen die eigenproduzierten Movies für großes Zuschauerinteresse und bieten somit Verlässlichkeit in puncto Qualität und Reichweite. So auch der neueste Streifen.

GESCHICHTEN, DIE BEGEISTERN

Schon in den letzten Jahren überzeugte RTL mit seinen eigenproduzierten Eventmovies. Egal wie sie thematisch gelagert waren – ob sie tatsächlich geschehene Ereignisse aufgriffen oder ob es sich um rein fiktionale Bestseller-Verfilmungen handelte –, die Performance stimmte. In 2016 waren beispielsweise insgesamt starke 4,96 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren dabei, als "Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma" ausgestrahlt wurde. Beste Voraussetzungen also für den nächsten Streich aus der RTL-Produktionsschmiede in Zusammenarbeit mit Erfolgsautor Sebastian Fitzek.

DIE ZEICHEN STEHEN GUT

FITZEK MA 2

Quelle: AGF/GfK, TV Scope 6.1, MG RTL D, eigene Berechnungen, Basis: dt.-sprachige Bev., Formatebene und Formatebene vs. Primetime-Schnitt (Mo.-So. | 20.00–23.00 Uhr | 01.01.–31.12.2014, 2016, 2017), PG-RW in Mio. und MA in %, ZG 3+ und E 14–59. IP Deutschland 20.02.2018

"DAS JOSHUA-PROFIL" – DENN SIE WISSEN, WAS DU MORGEN TUST

Sebastian Fitzek hat in seinem Gänsehaut-Thriller "Das Joshua-Profil" ein hochbrisantes Thema angefasst, das bereits in Ansätzen Realität ist: Predictive Policing, also die Kunst, Verbrechen regelrecht vorherzusehen. Im Mittelpunkt des Buchs wie des Films steht Max Rhode (Torben Liebrecht), erfolgloser Schriftsteller, gesetzestreuer Bürger und liebevoller Vater. Die neue Precrime-Software Joshua hat prophezeit, dass ausgerechnet Max, der davon heute noch nichts ahnt, schon in wenigen Tagen ein entsetzliches Verbrechen begehen soll. Es entspinnt sich eine atemlose Hetzjagd, ein Wettlauf gegen die Zeit. Und am Ende ist nichts mehr so, wie es schien.

"Das Joshua-Profil" – im März 2018 

"[...] Es wäre unfair, zu viel von der Geschichte zu verraten, die an den Nerven zerrt, manchmal vor Spannung nicht zu ertragen ist und voller überraschender Wendungen steckt - besonders dann, wenn man gerade mal wieder aufatmen möchte."

Frauke Kaberka und Hendrik Werner 
 
 (Quelle: Kurier am Sonntag, Pressestimmen zum Buch)
Das Joshua-Profil
v.l. Buchhändler (Sebastian Fitzek), Max (Torben Liebrecht) und Toffi (Armin Rohde) | © MG RTL D / Boris Laewen

Interview mit Sebastian Fitzek

Verdienter Hype

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FitzekSebastian Fitzek ist Deutschlands derzeit erfolgreichster Thriller-Autor. Seit seinem Erstling, dem Psychothriller "Die Therapie" von 2006, wurde jedes neue Werk aus seiner Feder zum Bestseller. Seine Bücher haben bereits die 8-Mio.-Auflagegrenze gesprengt und werden in 24 Sprachen übersetzt. Sebastian Fitzek wurde zweimal für den Glauser-Preis nominiert, hat über mehrere Jahre hinweg den goldenen Lovelybooks Leserpreis erhalten – und neben dem Hörkules auch den Europäischen Preis für Kriminalliteratur 2016 gewonnen. Zudem engagiert er sich als Botschafter des Deutschen Kindervereins und als Schirmherr des Vereins "Das frühgeborene Kind e.V.".

FOURSCREEN hat mit Sebastian Fitzek, der bei der Verfilmung seines Bestsellers erstmals auch einen Cameo-Auftritt hatte, also selbst eine Rolle vor der Kamera übernahm, über die Produktion und das Thema des Films gesprochen.

FOURSCREEN: Herr Fitzek, wie kamen Sie auf das Thema Predictive Policing als Grundthema für einen Thriller?

SEBASTIAN FITZEK:  Als Autor von Psychothrillern nutzt man das Internet ja als Rechercheinstrument für eine Reihe von höchst merkwürdigen Suchanfragen. Wann immer ich etwa „nicht nachweisbares Gift“ oder „Überlebenschancen nach Bauchschuss“ gegoogelt habe, hab’ ich mir vorgestellt, wie beim BKA eine rote Lampe angeht. Und dann habe ich mich weiter gefragt, was wäre, wenn die nicht wüssten, dass ich Thriller-Autor bin, sondern mich für einen Serientäter halten würden? Als ich etwas später von dem Thema Predictive Policing hörte, war die Idee geboren, dass ein Thriller-Autor versehentlich in die Fänge einer Organisation gerät, die im Prinzip etwas Gutes tun will – nämlich Verbrechen bekämpfen, bevor sie überhaupt begangen werden.
Verfilmungen zerstören oft die Illusionen der Leser.

Machen Sie sich über so etwas auch Gedanken?

Ich kann das gut verstehen, denn als Leser ist man selbst Regisseur und Kameramann in einer Person, und wieso sollten die Bilder, die einem ein Dritter vorsetzt, besser sein als das eigene Kino im Kopf? Daher erwarte ich von einer Verfilmung eines Werkes auch niemals eine sklavische Übernahme. Ich finde es reizvoll, wenn der Leser ein eigenständiges Kunstwerk zu sehen bekommt, bei dem er vielleicht sogar einige Einblicke bekommt, die im Roman nicht möglich waren.

Wieviel Mitspracherecht hatten Sie beim Drehbuch?

Theoretisch sehr viel, und ich habe auch jede Fassung gelesen. In der Praxis aber habe ich gelernt, dass das Schreiben eines Drehbuches eine eigenständige Kunst ist, die man wie das Spielen eines Musikinstrumentes jahrelang erlernen muss. Mit Jan Braren habe ich hier einem absoluten Meister seines Fachs den berechtigten Vortritt gelassen.

Wie finden Sie Torben Liebrecht alias Max Rhode?

Ich war sehr glücklich, als ich hörte, dass er zugesagt hat. Ich finde, Torben verkörpert perfekt den erfolglosen, aber dennoch liebenswerten Charakterkopf – dem man sowohl die Rolle des mitfühlenden Familienvaters als auch des aktiven Helden abnimmt, der sein Schicksal selbst in die Hand nimmt, wenn er in die Enge gedrängt wird.

Wie war es, in der Verfilmung Ihres eigenen Buchs mitzuspielen?

Offen gestanden hatte ich große Sorge, neben so erfahrenen und gestandenen Schauspielern wie Torben Liebrecht, Armin Rohde und den anderen als Anfänger eine doch recht lange Sprechrolle zu übernehmen. Zumal auch noch mit Jochen Alexander Freydank ein Oscar-Gewinner die Regie führt! Aber das war gerade gut, weil die Ruhe, die die erfahrenen Profis ausstrahlten, dafür gesorgt hat, dass ich mich am Set sehr wohl fühlte.

Als nächstes verfilmt RTL Ihr Buch "Passagier 23". Sieht man Sie dann vielleicht als Kapitän wieder?

Ich fürchte, die Rolle würde mir keiner abnehmen. Aber nach diesem verregneten Sommer bin ich schön blass, vielleicht wird ja noch eine Leiche gebraucht?

 

Interview mit Torben Liebrecht

FLiebrecht FotoOURSCREEN hat auch mit dem Schauspieler Torben Liebrecht, der die Hauptfigur Max Rhode verkörpert, gesprochen – über die Buchvorlage, den Film und die Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek.

FOURSCREEN:
Herr Liebrecht, Hand aufs Herz, wie viele Fitzek-Romane haben Sie gelesen, bevor Sie sich mit der Rolle auseinandergesetzt haben?

TORBEN LIEBRECHT: An Sebastians Namen führt hierzulande ja absolut nichts vorbei. "Das Joshua-Profil" und "Die Blutschule" waren aber tatsächlich meine erste direkte Begegnung mit seiner Arbeit.

Wie war die Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek, der eine kleine Rolle als Buchhändler gespielt hat? 

TORBEN LIEBRECHT: Sebastian ist eine Naturbegabung. Ein großartiger Performer, daran gab es zu keiner Sekunde einen Zweifel. Er hat eine richtige kleine Figur für seinen Cameo geschaffen und ist auch schon selbst als Max Rhode auf der Frankfurter Buchmesse aufgetreten. Das Verwandeln liegt ihm. 

Unterhält man sich dann auch über die Rolle, bzw. darüber, wie der Figurenschöpfer den Charakter sieht?

TORBEN LIEBRECHT: Sebastians Sicht auf die Figur legt die Originalvorlage ja bis ins letzte Detail dar. Beim Drehen ist Jochen Freydank, unser Regisseur, das Korrektiv. Gemeinsam mit ihm und meinen Schauspielkolleginnen und -kollegen findet dann die szenische Figurenarbeit statt. Sebastian hat großes Vertrauen in uns und wir genießen eine Freiheit, mit der wir sehr achtsam umgehen. Ich finde es hochspannend, dem Kreativen hinter der Geschichte begegnen zu können und hoffe, dass Sebastian an seiner Hauptfigur Max Rhode vielleicht sogar ein paar neue Nuancen entdecken wird, die ihn positiv überraschen.

Predictive Policing – Fluch oder Segen?

TORBEN LIEBRECHT: Ein Verbrechen verhindern zu können bevor es begangen wird, klingt oberflächlich betrachtet vielversprechend und entspricht unserem gesellschaftlichen Grundbedürfnis nach Sicherheit. Wenn man das aber ganz konsequent zu Ende denkt, bleiben schlichtweg zu viele Möglichkeiten für einen Missbrauch solcher Technologien. Es stellt sich die Frage nach der Ethik, der Vereinbarkeit mit den Prinzipien eines demokratischen Rechtsstaats und letztlich auch der persönlichen Freiheit des Einzelnen. Wie lebenswert wäre eine Gesellschaft, in der irgendwann womöglich bereits ein Gedanke zum Straftatbestand werden kann?

Welche Fallstricke sehen Sie im Allgemeinen bei Bestseller-Verfilmungen und speziell bei der Umsetzung von "Das Joshua-Profil"?

TORBEN LIEBRECHT: Gefallsucht. Man wird nie der persönlichen Fantasie und Befindlichkeit eines jeden Lesers gerecht werden können. Es geht darum, den Erzählkern aus dem Roman in ein Medium mit ganz anderen Spielregeln zu übertragen. Das bedeutet, bestimmte Dinge zu verstärken und andere wiederum verlieren zu müssen. Ein Roman hat viel Raum für episches Erzählen und innere Gedankenwelten. Film hat immer eine bestimmte Länge, ein bestimmtes Budget und braucht sichtbares Handeln. Adaptieren ist immer auch interpretieren. Ich glaube, am Ende ist es wie bei einer Coverversion. Die klingt nie so wie der Originalsong, ist aber gerade dann überraschend und berührend, wenn sie auf ihre eigene Stimme vertraut.
 

Was ist Predictive Policing?

Predictive Policing = vorhersagende Polizeiarbeit

Predictive Policing ist eine Form moderner Polizeiarbeit von nationalen und internationalen Polizei- und Sicherheitsbehörden. Durch den Einsatz spezieller, softwaregestützter Prognosetechnologien und computerbasierter Datenanalysen können zukünftige Verbrechen und andere Straftaten ermittelt werden, bevor sie eigentlich begangen wurden. Anhand von Vorhersagen werden Schlüsse auf die nahe Zukunft abgeleitet.

Dies ist allerdings kein Blick in die "Glaskugel", die Erkenntnisse basieren vielmehr auf theoretischen Fundierungen, wonach Orte und/oder Personen erneut oder gar mehrmalig zu Verbrechensorten beziehungsweise zu Opfern werden oder – nach einer begangenen Straftat in einer Gegend – die Wahrscheinlichkeit für Folgetaten in dieser Gegend steigt.

Polizeibehörden, die Predictive Policing in ihrer praktischen Polizeiarbeit einsetzen, verfolgen das Ziel, ihre Einsatzpläne zu optimieren. Indem Sicherheitsinstitutionen ihre Informationsbasis nach und nach computergestützt verbessern und dadurch Tatmuster schneller erkennen, gelangen sie zu einem entscheidenden Wissensvorsprung gegenüber potenziellen Tätern. Große Datenmengen von vorangegangenen Straftaten, aber auch Open-Data-Quellen (Verkehrslagen, Wettervorhersagen) werden in ein Computersystem eingespeist und bilden die Grundlage für die softwaregestützte Vorhersage.

In Deutschland kommt die Prognosesoftware bereits bei der Einbruchskriminalität zum Einsatz. Sobald die Software die Wahrscheinlichkeit von Einbrüchen voraussagt und vor neuen Taten warnt, verstärkt die Polizei ihre Präsenz vor Ort zur Abschreckung potenzieller Täter.

Predictive Policing ist aber umstritten. So warnen Datenschützer davor, dass die gesammelten Informationen Rückschlüsse auf Opfer geben, da sie z. B. deren Wohnanschriften preisgeben. Daneben besteht die Gefahr, dass einzelne Personen oder gleich ganze Gruppen als Verbrecher stigmatisiert werden. Bereits das Wohnen in einem bestimmter Stadtteil oder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Ethnie kann dazu führen, ins Radar der Ermittler zu geraten.

Ansprechpartner

Birte Heemeyer

Birte Heemeyer
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