MIT HTML5 IN DIE ZUKUNFT

Liebes Flash, nach vielen Jahren entlassen wir dich in den wohlverdienten Ruhestand. Seite an Seite sind wir durch bewegte Zeiten gegangen. Wir haben dich geliebt. Ok, manchmal haben wir dich auch kritisiert. Aber ohne dich wäre Werbung weniger abwechslungsreich gewesen. Deshalb blicken wir mit Wehmut auf unsere gemeinsamen Jahre zurück. Gleichzeitig freuen wir uns aber auch auf die Zukunft mit HTML5. Daher bleibt nur noch, dir zu danken. Leb wohl, Flash!

Flash - eine Erfolgsstory

1996 entwickelte das Unternehmen FutureWave den "Future Splash Animator", ein Programm zum Erstellen von Vektorgrafiken und -animationen. Noch im selben Jahr übernahm Macromedia das Unternehmen, benannte den "Animator" in "Flash" um und veröffentlichte die erste Version 1997 – der Beginn einer Erfolgsstory, der die digitale Welt nachhaltig veränderte. Grund genug für den Softwareriesen Adobe, im Jahr 2005 Macromedia mitsamt Flash aufzukaufen. Flash ermöglichte die Erstellung optisch ansprechender und sogar animierter Anwendungen. Und während HTML noch relativ begrenzt in seinen Möglichkeiten war, etablierte sich Flash auch im Online-Bereich schnell als neuer Standard für Webdesign, Animationen und Videowiedergaben. Gerade im Bereich der Werbung eröffneten sich so unzählige neue Möglichkeiten der Consumer-Ansprache. Vom animierten Banner bis hin zur In-Stream-Werbung: Flash machte es möglich.

Zunehmende Kritik

Zur Euphorie, die Flash anfänglich hervorrief, gesellten sich im Laufe der Zeit mehr und mehr kritische Stimmen. Kein Geringerer als Apple-Gründer Steve Jobs bemängelte 2010 in seinem offenen Brief "Thoughts on Flash" insbesondere die zahlreichen Sicherheitslücken und Performance-Probleme, unter denen Flash leidet. Als Konsequenz verhinderte Apple, dass Flash-Inhalte auf iPhones und iPads wiedergegeben werden konnten. Zwei Jahre später stellte auch Android die Unterstützung für Flash ein. Zu diesem Zeitpunkt stand mit HTML5 bereits eine bessere Alternative in den Startlöchern. Die Folge: ein Sterben auf Raten von Flash. Die Entwickler der zurzeit gängigsten Browser, also Google Chrome, Mozillas Firefox, Microsoft Edge (vormals Internet Explorer) und Apples Safari verabschieden sich stufenweise von Flash und setzen allesamt auf HTML5. So werden beispielsweise in der Übergangsphase die für das Wiedergeben von Flashinhalten notwendigen Plugins nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen auf Nachfrage vom User aktiviert werden.

HTML5 punktet in vielen Belangen

Die fünfte Fassung der Hypertext Markup Language bietet neue Funktionen wie z. B. Video, Audio sowie dynamische 2D- und 3D-Gra ken. Dadurch entfällt in der Regel das Laden zusätzlicher Plugins. Zudem können HTML5-Inhalte von allen modernen Desktop-Browsern interpretiert und dargestellt werden. Ganz gleich, ob der User Internetseiten mit Chrome, Firefox, Edge, Safari oder sonstigen Browsern aufruft, die Inhalte der jeweiligen Seite können browser- und plattformübergreifend angezeigt werden. Was in der Theorie ganz einfach klingt, erfordert in der Praxis dennoch spezifische Anpassungen, damit die Inhalte bei jedem Browser und jedem Endgerät korrekt angezeigt werden. Das war bei Flash nicht so. Die Inhalte wurden in jedem Browser gleich dargestellt, was für eine einheitliche Vermarktung von Vorteil war. Hinsichtlich der Erkennbarkeit der Inhalte durch Suchmaschinen liegt HTML5 klar vorne. Während der Content von Flash-Seiten teilweise gar nicht oder nur durch Tricks von Suchmaschinen lesbar ist, können HTML5-Inhalte problemlos gelesen und indiziert werden. Ein klarer Vorteil also in Sachen Suchmaschinenoptimierung und Aufwendbarkeit von Internetseiten, den HTML5 bietet.

Sicherer und schneller

Flash erwarb sich im Laufe der Zeit eine traurige Berühmtheit im Hinblick auf kritische Sicherheitslücken. Kaum waren neue Probleme identi ziert und von den Programmierern behoben, taten sich neue Einfallstore auf, die prompt von Hackern ausgenutzt wurden, um sich Zugang zu Rechnern zu verschaffen. Für die User hieß das, regelmäßig neue Sicherheits-Updates installieren zu müssen. HTML5 dürfte in dieser Hinsicht deutlich sicherer sein. Auch in puncto Geschwindigkeit hat HTML5 gegenüber Flash die Nase vorn. Das liegt unter anderem daran, dass Flash den Prozessor des jeweiligen Rechners nutzt, um die Inhalte zu berechnen. Als Folge können dabei einige Anwendungen ausgebremst werden. Bei HTML5 hingegen wird der Grafikchip zur Darstellung der Inhalte genutzt. Das wirkt sich positiv auf die Leistung bzw. Belastung des jeweiligen Rechnersystems aus. Gerade bei mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets hat das den positiven Effekt, dass die Akkus geschont werden.

Fit für alle Endgeräte

Was für Websites schon seit geraumer Zeit Standard ist, war bei Flash Wunschdenken: die Programmierung so genannter adaptiver Inhalte, d. h. Content, der sich automatisch an die Monitorgröße des jeweiligen Endgerätes anpasst. Nicht so bei HTML5. Hier richtet sich die Darstellung der Inhalte, die jeweils in den Ausgangsgrößen klein, medium und groß angelegt werden, letztendlich nach dem Format und der Auflösung des jeweils verwendeten Displays. Bei einem ständig wachsenden mobilen Markt ist gerade dieser Punkt von essentieller Bedeutung. Die konsequente Weigerung Apples, Flashinhalte auf iPhones und iPads auszugeben, verkomplizierte zudem in der Vergangenheit die plattformübergreifende Verbreitung von Content und Werbung. Gerade in dieser Hinsicht ist der Wechsel zu HTML5- Inhalten nicht nur für die Werbebranche vorteilhaft. Beide Aspekte, also das responsive Design und die Unterstützung aller mobilen Android- und iOS-Ausgabegeräte, zahlen auf die FOURSCREEN-Philosophie von IP Deutschland ein. HTML5 ermöglicht, ineinander greifende Werbeformate für TV, PC, Tablet und Smartphone. Über alle Browser und Plattformen hinweg, zielgruppengerecht, mit maximaler Reichweite.

IP Deutschland gut aufgestellt

Es zeichnete sich nicht erst seit gestern ab, dass Flash ein Auslaufmodell ist. Deshalb hat IP rechtzeitig alle Weichen gestellt, um den Wechsel von Flash- auf HTML5-basierte Werbeformate so reibungslos wie möglich zu vollziehen. Mittlerweile sind alle technischen Voraussetzungen geschaffen, damit Vermarkter, Publisher und Werbekunden von den Produkten und Dienstleistungen auf Grundlage von HTML5 profitieren können. Dennoch ist aus Vermarktungssicht auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Damit zukünftig alle Vorteile und Möglichkeiten ausgeschöpft werden können, ist der gesamte Werbemarkt gefordert, Techniken und Prozesse zu optimieren. So sind aktuell die Dateien nahezu aller angelieferten HTML5-InPage-Werbeformen im Vergleich zu Flash bis zu fünfmal größer. Nur ein Beispiel für die Herausforderungen, die die Umstellung mit sich bringt. Aber IP Deutschland stellt sich gerne diesen Aufgaben. Denn die Vorteile und Möglichkeiten, die HTML5 mit sich bringt, sind es allemal wert.