GANZ NEUE MÖGLICHKEITEN DEFINIEREN
24.11.2015

Wohin wird die Reise in Sachen Branded Entertainment gehen? Lars-Eric Mann, Verkaufsdirektor Solutions bei IP Deutschland, wagt für FOURSCREEN einen Blick in die Zukunft. 

FOURSCREEN: Angefangen haben Sie ja mit Product Placement, vor 2 Jahren kam dann Digital Placement hinzu, und jetzt haben Sie mit Vacansoleil das erste Location Placement umgesetzt – wie geht die Entwicklung weiter?

LARS-ERIC MANN: Das Thema Product Placement wird sich weiter entwickeln: Neue Kunden werden diese Werbeform ausprobieren und genauso begeistert sein, wie es unsere vielen Wiederholungstäter jetzt schon sind. Das Verständnis für inhaltlich gelungene Integrationen wird weiter zunehmen und authentische Placements werden für alle Seiten immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Daneben entwickeln sich gerade im digitalen Bereich ganz neue Möglichkeiten. Wir werden Placements in virtuellen Welten finden – und wohl auch innovative Ideen definieren, die wir heute buchstäblich noch nicht auf dem Schirm haben.

Was ist für Sie die wichtigste Voraussetzung für ein gelungenes Placement?

Authentizität steht an erster Stelle: Wie, von wem und in welchem Moment das beworbene Produkt genutzt wird, muss einfach den Anforderungen des modernen Storytellings genügen. Daneben sind natürlich auch Aspekte wie der Zielgruppen-Fit und ggf. die Einordnung in einen größeren konzeptionellen Rahmen zu berücksichtigen.

Und für welche Marken eignet sich Product Placement besonders?

Für alle – auch für TV-Einsteiger. Dabei ist, wie schon die Umsetzungen der letzten Jahre gezeigt haben, alles möglich. Wer hätte vor ein paar Jahren schon an Food-Marken im Dschungel gedacht – oder an Finanzdienstleistungen in einer täglichen Serie? Daran sieht man, dass es immer auf die authentische Einbindung und die Inszenierung ankommt.

Welche zeitlichen Rahmenbedingungen gilt es zu beachten?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Art und Umfang des Placements und je nach Produktionsvorläufen müssen schon sehr früh Gespräche geführt werden. Es sind aber auch kurzfristige Umsetzungen möglich – wie beim Digital Placement, das den Vorteil eines kürzeren zeitlichen Vorlaufs hat. Grundsätzlich kann ich nur jedem Werbekunden empfehlen, möglichst frühzeitig auf uns zuzukommen, wenn er Interesse an Placement-Umsetzungen hat, damit wir gemeinsam passende Lösungen entwickeln können.

Was sind denn optimale Begleiter für ein Placement?

Die Einbindung ins TV-Format emotionalisiert das Produkt auf ganz besondere Art und Weise – und wird dann mit zusätzlichen Kommunikationsmaßnahmen angereichert. So erzielt z. B. die Kombination von Placement und plattformübergreifendem Format-Sponsoring sehr gute Werte. Gleiches gilt für die Kombination Placement und klassischer TV-Spot. Spannend ist aber auch, dass sich diese Maßnahmen zusätzlich positiv auf POS-Kampagnen auswirken und den Abverkauf weiter steigern.