2011

TNS Convergence Monitor: Mobile Internetnutzung steigt weiter / Smartphones und Flatrates treiben die Entwicklung

Handys sind nicht nur zum Telefonieren da - doch welche der vielfältigen anderen Funktionen werden tatsächlich genutzt? Ergebnisse aus dem aktuellen TNS Convergence Monitor zeigen, das insbesondere die mobile Internetnutzung im vergangenen Jahr deutlich an Fahrt gewinnen konnte. Mittlerweile gehen 26 Prozent der 14- bis 64-jährigen privaten Mobilfunknutzer mit ihrem Handy online – sei es, um E-Mails abzurufen oder um im Netz zu surfen. Treiber dieser Entwicklung sind einerseits Smartphones, andererseits die sinkenden Kosten für den Datentransfer. Das Potenzial für die mobile Internetnutzung ist damit aber noch längst nicht ausgeschöpft.

Mobile Internetnutzung steigt weiter

Die private Handynutzung stagniert auf hohem Niveau (90% der 14- bis 64-Jährigen verfügen über ein Handy). Damit konnte erstmals seit der ersten Erhebung des Convergence Monitors im Jahr 2008 kein weiterer Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Betrachtet man, wofür die Besitzer ihr Handy einsetzen, gewannen die Anwendung des Handys als Navigationsgerät und, wenn auch nur leicht, das Herunterladen und Anschauen von Videoclips an Bedeutung. Der stärkste Beliebtheitszuwachs entfällt aber auf die Nutzung des mobilen Internets. Unter den mit dem Handy abgerufenen Online-Inhalten durften sich insbesondere soziale Netzwerke über steigende Nutzerzahlen freuen: 31 Prozent derer, die mobil im Internet surfen, halten sich so zumindest hin und wieder auch unterwegs über Freunde und Bekannte auf dem Laufenden. Häufig genutzt werden außerdem Produkt-Informationen und aktuelle Nachrichten z.B. auf den Websites von Print-Angeboten oder TV-Sendern.

Mobile Online-Nutzung profitiert von Smartphones und Flatrates

17 Prozent der 14-64-Jährigen geben an, privat ein Smartphone zu besitzen, also ein Mobiltelefon, mit dem man bequem im Internet surfen sowie E-Mails empfangen und versenden kann. 14 Prozent der Handybesitzer verfügen überdies über eine Daten-Flatrate (56% der Smartphone-Besitzer). Die rasche Verbreitung von Smartphones und Internet-Flats auch im privaten Bereich hat konsequenterweise dazu geführt, dass immer mehr 14 bis 64-Jährige mit ihrem Handy online gehen. Aktuell nutzen 26 Prozent der Mobilfunknutzer das mobile Internet, was gegenüber dem vergangenen Jahr einem Zuwachs von 5 Prozentpunkten entspricht.

Vorreiter dieser Entwicklung ist vor allem die junge Zielgruppe: Konnten oder wollten sich 2009 nur 23 Prozent der 14- bis 29-Jährigen mobiles Surfen leisten, gehen 2011 bereits 40 Prozent mehr oder weniger häufig mit ihrem Handy ins Internet oder checken unterwegs ihre E-Mails. Zum Vergleich: Von den 30-49 Jährigen nutzen erst 23 Prozent das mobile Internet, bei den 50- bis 64-Jährigen sogar nur 16 Prozent.

Die technische Entwicklung verspricht weitere Wachstumspotenziale: „Wir rechnen mit einer weiterhin dynamischen Entwicklung der mobilen Internetnutzung in den kommenden Jahren“, sagt Wolfgang Werres, Geschäftsführer TNS Infratest MediaResearch und Mitglied der TNS Convergence Group. „Durch immer bedienerfreundlichere Smartphones und noch schnellere Datenverbindungen wird das mobile Internetsurfen immer komfortabler. Der neue LTE Mobilfunkstandard mit seinen wesentlich größeren Übertragungskapazitäten wird dies noch weiter beschleunigen.“

Kommunikation steht im Vordergrund

Die Analyse der Nutzung verschiedener Handy-Funktionen zeigt, dass nach wie vor die One-to-One-Kommunikation über alle Altersgruppen hinweg den Schwerpunkt bildet. Neben dem Telefonieren ist die SMS immer noch die Funktion, die mit Abstand am häufigsten zum Einsatz kommt: 88 Prozent der Handybesitzer versenden zumindest gelegentlich Kurznachrichten. Auch beim mobilen Internet hat das Senden und Empfangen von E-Mails eine größere Relevanz als das Surfen im World Wide Web.

Informationen zum TNS Convergence Monitor

Diese und weitere Ergebnisse finden sich in der fünften Auflage der Forschungsreihe TNS Convergence Monitor, einer Gemeinschaftsstudie von TNS Convergence Group und ARD-Werbung, Deutscher Telekom, IP Deutschland, Vodafone und ZDF. Die repräsentative Untersuchung unter 14- bis 64-Jährigen in Deutschland vom Frühjahr 2011 bietet einen fundierten Überblick über die Verbreitung konvergenter Techniken für Telekommunikation, Internet und Medien sowie Einstellungen und Interessen der Konsumenten.

Für den TNS Convergence Monitor wurden insgesamt 1.502 Personen im Alter von 14 bis 64 Jahren in Deutschland befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung zwischen 14 und 64 Jahren in Privathaushalten in Deutschland und wurde in Form von persönlich-mündlichen Interviews (CAPI) im April / Mai 2011 durchgeführt. Der TNS Convergence Monitor vermittelt neben der aktuellen und potenziellen Nutzung von Medien- und Telekommunikationsdienstleistungen wichtige Einblicke zu Themen und Trends rund um das Thema Konvergenz aus Kundensicht. Schwerpunkte waren u.a. die HDTV, 3D TV, On-Demand Nutzung von Medieninhalten, z.B. durch Videoportale, die Online-Sendungsarchive der TV-Sender und die Nutzung von Smartphones und des mobilen Internets.

Titel aktualisiert Format
IP_TNS-Convergence-Monitor-2011_Mobile_10-2011[1].pdf 16.10.2012 PDF

Studien-Facts

Studienthematik
Mediennutzung
Publikationsdatum
2011
Medien
  • Übergreifende Studien
Zielgruppen
  • Erw. ab 14 Jahre
Branchen
Werbeformen

Ansprechpartner

Sandra Schümann
Markt-Media-Forschung

+49 221 456 26431

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