2009

Wirtschaftskrise: Verbraucher trotzen weiterhin der Krise/Handel: TV ist der Bekanntheitsturbo für Werbeslogans

Die aktuellen Ergebnisse des vierteljährlichen Konjunktur- und Trendbarometers von IP zeigen nicht nur, dass die Wirtschaftskrise bisher an der Mehrzahl der Konsumenten vorbeigerauscht ist. Nun sinkt auch der Anteil derjenigen, die eine Verschlechterung ihrer persönlichen Situation wahrnehmen: Nur noch 33 Prozent der Befragten gaben im September an, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert habe. Im Mai 2009 lag dieser Wert noch bei 38 Prozent. Gut ein Drittel der Befragten (36 Prozent) schätzt aktuell die persönliche finanzielle Lage als unverändert gegenüber dem Vorjahr ein, 29 Prozent geben an, dass sich ihre Situation sogar verbessert habe.

Ein weiterer Hinweis auf ein nach wie vor entspanntes Konsumklima: Erstmals seit 2005 scheint der Trend zu den Handelsmarken gebrochen worden zu sein. Nur noch 21 Prozent der Erwachsenen zwischen 14 und 49 Jahren geben an, beim Einkauf eher zu Handelsmarken zu greifen, wenn es um Produkte des täglichen Bedarfs geht. Im Vorjahr bevorzugten dagegen noch 30 Prozent aller Befragten No-Name-Produkte. Bei einem Großteil (knapp 60 Prozent) der 14- bis 49-Jährigen landen mittlerweile Marken- und No-Name-Produkte gleichermaßen im Einkaufswagen. Für die Mehrheit der Deutschen sind Handelsmarken also durchaus Alternativen zu Markenprodukten. Dies dürfte sicherlich auch eine Folge der kontinuierlichen Aufwertung der ehemaligen „No-Names“ im Rahmen von TV-Imagekampagnen einiger Handelsketten sein (z. B. REWE, Real oder Lidl), die ihre Eigenmarken in ihren TV-Spots prominent ins Licht rückten.

Sparpotenzial sehen die meisten Befragten am ehesten bei Energiedienstleistungen (86 Prozent), gefolgt von Telefonkosten (78 Prozent) oder eher verzichtbaren "Dingen, die das Leben schöner machen" (77 Prozent). Die geringsten Möglichkeiten zum Sparen sehen die 14- bis 49-Jährigen dagegen bei Lebensmitteln oder sonstigen Dingen des täglichen Bedarfs (70 Prozent).

Dass TV ein besonders geeignetes Medium ist, um die Bekanntheit eines Werbeslogans zu steigern, zeigen die von den Befragten korrekt zugeordneten Werbeslogans von Handelsketten: Bei LEH-Ketten, die in diesem Jahr mit einer Kampagne im TV warben, kannten bis zu 64 Prozent der 14- bis 49-Jährigen den richtigen Absender. Deutlich schwerer fiel dies den Befragten bei den Handelsunternehmen, die nicht im TV präsent waren – hier wurde nur in maximal 6 Prozent der Fälle eine korrekte Zuordnung vorgenommen.

Weitere Ergebnisse aus der IP Trendline stellen wir buchenden Kunden auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Titel aktualisiert Format
IP_Trendline_September_2009.pdf 13.09.2010 PDF

Studien-Facts

Studienthematik
Werbewirkung
Publikationsdatum
2009
Medien
Zielgruppen
  • Erw. 14 bis 49 Jahre
Branchen
  • Handel
Werbeformen

Ansprechpartner

Sandra Schümann
Markt-Media-Forschung

+49 221 456 26431

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