2006

Wird die WM zum Reichweitenkiller der Privatsender? Wie Fußball-Großveranstaltungen die TV-Nutzung beeinflussen

Der Strudel der nahenden Fußball-WM lässt niemanden kalt, und wenn dann schließlich die Fans vor den Fernsehern oder in den Stadien mitfiebern und die FIFA-Manager sich langsam entspannen können, treibt das Mega-Event doch manchem Werbeverantwortlichen einige Sorgenfalten auf die Stirn: Was, wenn vor lauter Fußball die anderen Werbebotschaften nicht die erhoffte Resonanz finden?

Aus einer Sonderanalyse des Nutzungsverhaltens während der EM 2004 kommen jedoch beruhigende Signale: die Fernsehnutzung insgesamt stieg gegenüber den Vergleichsmonaten in 2003 und 2005 deutlich an. Dadurch blieben den Privatsendern ihre Reichweiten weitgehend erhalten. Am besten behauptete sich dabei VOX, die stärksten Einbrüche hatte RTL II zu verzeichnen.

Ohnehin ging das Thema Europameisterschaft 2004 an manchen Zuschauern völlig vorüber: 12% der Erwachsenen von 14 bis 49 Jahren hatten überhaupt nicht zugeschaut, 44% sahen im Durchschnitt nur drei Minuten EM-Fußball. Medium- und Heavy Seher umfassten jeweils 22% der werberelevanten Zielgruppe.

Bereits in einem fußballfreien Vergleichszeitraum vor der EM 2004 bescherten Fußballfans den Privatsendern etwas geringere Marktanteile (Vergleichsbasis Erwachsenen 14-49 Jahre). Die Muffel dagegen fallen dort durch höhere Marktanteile auf. Nur bei Sat.1 liegen Fans gleichauf mit den Erwachsenen 14-49 Jahre - Fußballmuffel sind offenbar auch Sat.1-Muffel.

Titel aktualisiert Format
IP_Deutschland_Effekte_Fussball_WM.pdf 19.10.2010 PDF

Studien-Facts

Studienthematik
Mediennutzung
Publikationsdatum
2006
Medien
  • Fernsehen
Zielgruppen
  • Erw. 14 bis 49 Jahre
Branchen
Werbeformen

Ansprechpartner

Simone Veenker
Markt-Media-Forschung

+49 221 456 26433

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