FERNSEHEN IN EUROPA: LEITMEDIUM IM DIGITALEN ZEITALTER
23.09.2013

Für die überwältigende Mehrheit der Europäer bleibt das lineare Fernsehen top of mind. Auf jede Minute Youtube-Nutzung kommt eine Stunde Fernsehen.

Die Association of Commercial Television in Europe (ACT), die Association of Television and Radio Sales Houses (EGTA) und nationale Vermarkterverbände aus Frankreich (SNPTV), Großbritannien (Thinkbox), den Niederlanden (SPOT), Deutschland (Wirkstoff TV) und Belgien (ABMA) haben sich in einer gemeinsamen Presseerklärung hochzufrieden über die Zuschauerzahlen dieses Sommers und den Stellenwert des Fernsehens geäußert.
 
Philippe Delusinne, Präsident der ACT, formuliert es so: „In ganz Europa zeigen die Sender eine erstaunliche technologische Innovationskraft. Wir entwickeln kontinuierlich neue Möglichkeiten, wie wir die Verbraucher mit unseren Inhalten erreichen können: HD, Ultra-HD, TV On-Demand. Entscheidend ist dabei: Dies alles geschieht vor dem Hintergrund, dass das lineare Fernsehen sehr intensiv genutzt wird und wir außerdem hohe Zuwachsraten im nicht-linearen Fernsehen verzeichnen. Sobald die europäischen Volkswirtschaften wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren, wird sich dies in höheren Werbe- und Abonnementeinnahmen niederschlagen, die wiederum in die zukünftige Programmgestaltung reinvestiert werden können – eine echte Aufwärtsdynamik sowohl für die Wirtschaft in Europa als auch für die Konsumenten.”

Im digitalen Zeitalter wird mehr ferngesehen als je zuvor, denn das Fernsehen erzeugt Emotionen, unterhält, informiert, sorgt für Entspannung und ist zugleich das soziale Medium par excellence. Das lineare Fernsehen wächst und hat, wie die Zuschauerstatistiken des Sommers deutlich machen, seine Stellung als Leitmedium weiter gefestigt.
 
So haben 26 Millionen Deutsche das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück gesehen, heißt es weiter in der Pressemeldung. In Frankreich sahen sich bis zu 13 Millionen Zuschauer die Berichterstattung über die Tour de France an. In Großbritannien verfolgten 14 Millionen Menschen an den Fernsehschirmen den Sieg von Andy Murray im Herren-Einzelfinale von Wimbledon.
 
Unterdessen setzen auch die Casting-Shows ihren Siegeszug weiter fort: Das Finale von Britain’s Got Talent verfolgten 14 Millionen Zuschauer, und auch aus den Niederlanden, aus Belgien und anderen Ländern werden sehr gute Nutzunugszahlen gemeldet. 

Erstmals haben die Branchenverbände die Zeit, welche die Verbraucher vor dem Fernseher verbringen, mit der Zeit verglichen, in der sie Online-Medien konsumieren. Die Zahlen machen die Stabilität der TV-Branche deutlich und zeigen, dass das Fernsehen durch die Digitalisierung sogar noch vielfältiger und beliebter wird. Erhebungen der Branchenverbände belegen, wie sehr das Fernsehen beim Massenpublikum ankommt:
 

  • In Großbritannien sieht der durchschnittliche Zuschauer für jede Minute Youtube fast eine Stunde linear fern
     (Januar 2013, BARB, UKOM)
     
  • Wäre Youtube in Deutschland ein TV-Sender, läge sein Zuschaueranteil unter einem Prozent. In Deutschland werden pro Monat 130 Stunden linear ferngesehen – das ist beinahe das 44-Fache der Zeit, die die Deutschen auf Youtube verbringen (3 Stunden)
     (AGF/GfK, TV Scope 5.0 (KFA 0/1, Zuschauer ab 3 Jahren), Comscore (Zuhause und am Arbeitsplatz), Januar 2013; IP Deutschland 04.06.2013)

  • In den Niederlanden wird das lineare Fernsehen im Schnitt 120 Stunden im Monat genutzt, während der Youtube-Konsum nur 3,2 Stunden beträgt
     (SKO/ comScore. Zielpublikum: Zuschauer ab 15 Jahren, Januar 2013. Internet: PC zu Hause & am Arbeitsplatz. Google: alle Zugriffsorte)
     
  • In Frankreich schließlich sieht man jeden Monat 126 Stunden linear fern, Youtube hingegen nur 1 Stunde und 28 Minuten
     (Januar 2013, Médiamétrie/Netratings).*

* Nationale Nutzungszahlen ohne mobile Abrufe
 

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