TNS CONVERGENCE MONITOR 2015: MEHR SCREENS – MEHR NUTZUNG
Frau im Zug mit Tablet
01.09.2015

Der "Geräte-Fuhrpark" in deutschen Haushalten wächst weiter, von der Smartwatch bis zum Smart TV. Die junge Zielgruppe surft bereits mehr mit dem Smartphone als über Desktop oder Notebook.

Mobile Screens haben für die Internetnutzung der Deutschen massiv an Bedeutung gewonnen, wie die jährlich durchgeführte Gemeinschaftsstudie von TNS, IP Deutschland und weiteren Partnern zeigt. So entwickelt sich die Verbreitung von Tablet Computern in deutschen Haushalten äußerst dynamisch und ist binnen eines Jahres von 17 Prozent auf 29 Prozent hochgeschnellt. Auch die Smartphone-Penetration hat erneut deutlich zugenommen: Aktuell geben 67 Prozent der 14- bis 64-jährigen Befragten an, ein Smartphone zu besitzen. Im Vorjahr waren es noch 59 Prozent.

Auch Fernseher werden smarter

Trotz Siegeszug mobiler Endgeräte bleibt der Fernseher der beliebteste Screen, auf den nur eine Minderheit von 3 Prozent der deutschen Haushalte verzichten kann. Als Smart TV eröffnet der Fernseher eine weitere Tür zum Internet - mit großen Wachstumschancen. Gaben 2014 noch 22 Prozent der 14- bis 64-Jährigen an, einen internetfähigen Fernseher, eine internetfähige Set-Top-Box oder Spielekonsole im Haushalt zu haben, sind es mittlerweile 33 Prozent, die theoretisch mit ihrem Fernseher ins Netz können. Die tatsächliche Nutzung bleibt jedoch noch weit hinter den technischen Möglichkeiten zurück: Immerhin 15 Prozent der Erwachsenen (14-64 Jahre) nutzen Online-Inhalte an ihrem Smart TV, zumindest gelegentlich – am liebsten über Apps oder die Fernbedienung ihres Fernsehers (HbbTV).



Mobile Internetnutzung wird relevanter

Die Verteilung der täglichen Online-Zeit auf die verschiedenen Screens zeigt, dass die 14- bis 64-Jährigen bereits ein Drittel ihrer gesamten Online-Zeit beim Surfen mit dem Smartphone verbringen. Für weitere 9% der Internet-Zeit dient der Tablet-Computer als Zugang zum Netz. Dabei geht der Erfolg der mobilen Endgeräte auf der einen Seite zu Lasten von PC und Notebook: Der Anteil der stationären bzw. weniger mobilen Devices an der Internetnutzungsdauer ist von 63% im Vorjahr auf aktuell 52% gesunken.



Auf der anderen Seite führen die mobilen Alleskönner, mit denen sich nicht nur Medien nutzen lassen, sondern auch kommuniziert, eingekauft und navigiert wird, zu einer höheren Internetnutzung insgesamt: Die mobilen Screens sorgen für Internetanbindung in Situationen, die früher „offline“ waren z.B. unterwegs. Insgesamt verbringen die Befragten nach eigener Einschätzung täglich 106 Minuten mit der privaten Nutzung des Internets. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 13 Minuten, der vor allem durch das Surfen auf Tablet-Computern und Smartphones getrieben wird. Der Fernseher spielt als Online-Screen mit einem Anteil von zwei Prozent an der Online-Nutzungsdauer derzeit eine untergeordnete Rolle.

Die junge Zielgruppe liebt Mobile

Die Internetnutzung mit mobilen Devices ist nach wie vor eine Domäne der Jüngeren. So sind die 14- bis 29-Jährigen deutlich häufiger und länger mit dem Smartphone im Internet unterwegs. Bereits die Hälfte ihrer im Internet verbrachten Zeit entfällt in der jungen Zielgruppe auf die Nutzung des Smartphones, weitere acht Prozent auf das Tablet. Doch auch die 30- bis 49-Jährigen haben das mobile Surfen für sich entdeckt. Bereits ein knappes Drittel ihrer Online-Zeit verbringen sie am Smartphone, weitere zwölf Prozent auf dem Tablet. Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei den 50- bis 64-Jährigen: Hier sind PC und Notebook die mit weitem Abstand favorisierten Endgeräte für die Internetnutzung.



Immer mehr Screens

Insgesamt wird der "Geräte-Fuhrpark" in deutschen Haushalten immer größer: Waren die 14- bis 64-jährigen Internetnutzer 2011 mit durchschnittlich 1,3 Screens im Internet unterwegs, sind es mittlerweile 2,2 verschiedene Endgerätetypen – d.h. der durchschnittliche Internetnutzer surft sowohl mit dem PC bzw. Notebook als auch mit mindestens einem mobilen Device. Dank der rasanten Verbreitung von Tablets und insbesondere Smartphones können immer mehr Deutsche in Abhängigkeit von der Nutzungssituation zwischen zwei und mehr Geräten wählen.

Die Smartwatch - ein weiterer Screen?


Ein neuer mobiler Alleskönner steht bereits in den Startlöchern: die Smartwatch. Zwei Drittel der Befragten haben schon von der neuen Gerätegeneration gehört.

Ob die Smartwatch die Erfolgsstory von Smartphones und Tablets wiederholen und die Mobilisierung der Internetnutzung weiter vorantreiben wird, muss die Zukunft erst noch zeigen. Aktuell besitzen 2% der 14- bis 64-Jährigen eine Smartwatch.

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TNS Convergence Monitor 2015 Screens 03.09.2015 1.015 KB PDF

Der TNS Convergence Monitor 2015

Diese und weitere Ergebnisse finden Sie im aktuellen TNS Convergence Monitor, einer Gemeinschaftsstudie von IP Deutschland, ARD-Werbung Sales &Services, Deutscher Telekom und ZDF. Die bevölkerungsrepräsentativen persönlich-mündlichen Interviews (CAPI, E14-64 Jahre, n= 1.502) liefern einen fundierten Überblick zur Verbreitung, aktuellen und potenziellen Nutzung konvergenter Technik sowie Medien- und Telekommunikationsdienstleistungen.

Ansprechpartner

Sandra Schümann

Sandra Schümann
Forschung & Märkte, Konvergenz

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