VOM SCREENLIFE DER FOURSCREENER

Die FOURSCREEN Touchpoints-Studie von IP Deutschland beleuchtet die Mediennutzungsgewohnheiten von Menschen, die bereits alle vier Screens in ihren Alltag integriert haben.

Vor allem in Folge der rasanten Smartphone-Verbreitung sind immer mehr Deutsche „Always on“ und können je nach Nutzungssituation zwischen zwei und mehr Devices wählen, wenn sie das Internet und Bewegtbild nutzen möchten. Dabei ist die Screen-Vollausstattung, bestehend aus Fernseher, PC, Smartphone und Tablet (noch) keine Normalität.

Und nicht einmal die Hälfte derjenigen, denen alle vier Screens zur Verfügung stehen, nutzen diese auch regelmäßig. So kamen bei gerade einmal 9% aller Teilnehmer der Studie im Alter zwischen 14 und 59 Jahren alle vier Screens während der 3-tägigen Befragungszeit zum Einsatz. Selbst unter den 14- bis 25-jährigen Befragten ließen sich nur 15% als sogenannte „Fourscreener“ identifizieren.

Detaillierte Infos zu den Nutzungsgewohnheiten der Fourscreener liefert eine Sonderauswertung der Tagesablaufstudie Fourscreen Touchpoints* von IP Deutschland.

Die Fourscreener: die Screen-Avantgarde


Gegenwärtig handelt es sich bei den Fourscreenern um technikaffine Early Adopter: Fourscreener sind jung, verfügen über ein höheres Bildungsniveau und Haushaltsnettoeinkommen. Mit einem Strukturanteil von 59% sind Männer klar in der Mehrzahl. Darüber hinaus sind überdurchschnittlich viele Studenten unter den Fourscreenern zu finden. Fourscreener sind Heayv Internet-User, die alle vier Screens intensiver nutzen als Nicht-Fourscreener.

Die Arbeitsteilung der Screens


Im Tagesverlauf werden die unterschiedlichen Einsatzzwecke der Screens deutlich: Tagsüber dominieren PCs und Smartphones, doch bereits in den Nachmittagsstunden, wenn für viele die Pflichten des Tages erledigt sind, wird der Fernseher zum relevantesten Screen. Auch Fourscreener nutzen ihre Screens überwiegend „In-Home“, wobei der Fernseher das Ranking mit 90% anführt.

Auch Laptops und Tablets sind meistens Stubenhocker und kommen in drei Viertel aller Nutzungskontakte in den eigenen vier Wänden zum Einsatz. Desktops sind vor allem Arbeitsgeräte, über die Hälfte der Desktop-Kontakte (56%) findet am Arbeits-/ Ausbildungsplatz statt. Smartphones sind als Alltagsbegleiter immer dabei und werden zu einem erheblichen Teil (52%) daheim genutzt.

Wie die Gesamtbevölkerung nutzen auch Fourscreener ihre Screens vor allem exklusiv (zu 81%). Selbst bei den jungen Fourscreenern bildet die zeitgleiche Nutzung von zwei oder mehr Screens mit 16% der Screen-Kontakte die Ausnahme.

Der Fernseher: First Screen für Bewegtbild

Erwartungsgemäß nutzen Fourscreener Bewegtbild-Angebote im Internet deutlich intensiver als Vergleichszielgruppen. Dennoch bleibt das lineare Fernsehen mit großem Abstand die wichtigste Quelle für bewegten Content - auch für junge Fourscreener. Online-Bewegtbild findet dabei auf allen vier Screens gleichermaßen statt, mit einem leichten Vorteil für PCs.

Sind wir bald alle Fourscreener?

Unbestritten werden zukünftig immer mehr Deutsche „Always on“ sein und zwischen immer mehr Screens mit ganz spezifischen Stärken auswählen können. Es lässt sich viel darüber spekulieren, welche Auswirkungen die fortschreitende Digitalisierung auf das Mediennutzungsverhalten der Gesamtbevölkerung haben wird. Allein das Vorhandensein technischer Möglichkeiten sagt aber noch nichts über die tatsächliche Nutzung aus - nicht einmal die Hälfte derjenigen, die über die notwendige Fourscreen-Ausstattung verfügt, nutzt diese auch regelmäßig.

Aktuell handelt es sich bei den Fourscreenern um sehr junge und sehr technik-affine Early-Adopter, die die neuen technischen Möglichkeiten voll ausschöpfen können und wollen. Auf Grund ihrer Zielgruppenstruktur taugen die Mediennutzungsgewohnheiten der Fourscreener kaum zur Prognose der zukünftigen Mediennutzung der Gesamtbevölkerung.

Die vorliegenden Ergebnisse der hochgradig onlineaffinen Fourscreener lassen dennoch erahnen, dass die verschiedenen Screens auch in Zukunft vor allem exklusiv genutzt werden und dass das lineare Fernsehen auch in der Fourscreen-Welt seine Sonderstellung als First Screen für Bewegtbild-Content behalten wird.

Titel aktualisiert Größe Format
FOURSCREEN Touchpoints: Fourscreener 16.07.2015 1.088 KB PDF

*IP Fourscreen Touchpoints: Verlässliche Daten zum konvergenten Medienalltag

  • Stichprobe: 1.321 Erwachsene im Alter von 14 bis 59 Jahren (Smartphoner und Nicht-Smartphoner)
  • Quotenstichprobe nach Alter, Geschlecht & Bildung
  • Teilnahme über eigenes Smartphone bzw. Leihgerät über die „I love MyMedia“-App
  • Inhalte: Setting, Stimmung, aktuell genutzte Geräte, Mediennutzung und andere Aktivitäten
  • Befragung über 3 Tage hinweg, einmal pro Stunde
  • Feldzeit: Frühjahr 2014
  • Umfang: über 40.000 Momentaufnahmen
  • Partner: Krämer Marktforschung, Goals, bonnstats

Aus diesen Daten lassen sich nicht nur die Brutto- und Nettokontakte der Medien im Tagesverlauf ermitteln, sie geben auch detailliert Auskunft über mediale Parallelnutzung und andere Aktivitäten sowie die jeweiligen Rahmenbedingungen des Medienkontakts.

Ansprechpartner

Sandra Schümann

Sandra Schümann
Forschung & Märkte, Konvergenz

+49 221 456-71087

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