FOURSCREEN: NUTZUNG UND AUSWIRKUNGEN VON VOD
03.03.2015

Die FOURSCREEN Touchpoints-Studie von IP Deutschland zeigt, wie sich Video-on-Demand heute in das Nutzungsspektrum einfügt.

Über kaum ein anderes Thema spekuliert die Branche derzeit angeregter als über Video-on-Demand: Wie groß sind die Potenziale, wer sind die Nutzer und welche Auswirkungen hat die VoD-Nutzung auf den linearen TV-Konsum? Zu den Auswirkungen des immer breiteren Angebots von Videoplattformen gibt es die unterschiedlichsten Szenarien. Die innovative IP Tagesablaufstudie FOURSCREEN Touchpoints liefert fundierte Informationen zu Usern und Zeitbudgets heute.

Dank Maxdome, Watchever, Amazon Instant Prime und Co. hat sich das Angebot an kostenpflichtigen, jederzeit abrufbaren Serien und Spielfilmen enorm vergrößert. Hinzu kommen die bewährten (zumeist) kostenlosen langformatigen Angebote der TV-Sender (z.B. RTL NOW oder die ARD-Mediathek).

Der VoD-Konsum ist noch überschaubar

Die Ergebnisse der Tagesablaufstudie FOURSCREEN Touchpoints von IP zeigen, dass die tatsächliche Nutzung der Video-on-Demand-Dienste (also Online-Mediatheken bzw. Online-Videotheken, nachfolgend VoD genannt) überschaubar ist.

In der Feldzeit der Studie im Zeitraum von Mai bis Juli 2014 entfielen gerade einmal 3 Prozent des Bewegtbild-Konsums der 14- bis 59-jährigen Erwachsenen auf VoD-Angebote am SmartTV, PC, Smartphone oder Tablet, während das lineare Fernsehen für 86 Prozent der Bewegtbild-Kontakte (Brutto) verantwortlich war. Erwartungsgemäß auf größeres Interesse stießen die On-Demand-Angebote in der jungen Zielgruppe, bei der sie 7 Prozent der Bewegtbild-Nutzung ausmachten. Doch auch bei den 14- bis 25-Jährigen entfiel mit 76 Prozent der Löwenanteil des Bewegtbild-Konsums auf das klassische, lineare Fernsehen.

VoD-Nutzer sind vor allem jung, männlich und gut gebildet

Immerhin 10 Prozent aller Studienteilnehmer haben während ihrer 3-tägigen Nutzungsdokumentation mindestens einmal eine Online-Videothek oder –Mediathek genutzt (im Folgenden als VoD-Nutzer bezeichnet). Bei den 14- bis 25-Jährigen sah rund ein Fünftel (21 Prozent) in der Feldzeit VoD-Angebote.

Unter den VoD-Nutzern sind die Männer überrepräsentiert (56 Prozent Strukturanteil). VoD-Nutzer sind überdurchschnittlich gut gebildet und besser mit Unterhaltungselektronik ausgestattet, als gleichaltrige VoD-Abstinente. Die größere Begeisterung für moderne Unterhaltungselektronik spiegelt sich auch im Mediennutzungsverhalten der VoD-Nutzer wider: Insgesamt nutzen sie ihre Screens, insbesondere ihr Smartphone, deutlich intensiver.

VoD-Nutzer wollen mehr Bewegtbild

Die technikaffinen VoD-Nutzer sind Bewegtbild-Fans mit einem deutlich höheren Bewegtbild-Konsum (+20 Prozent) als gleichaltrige VoD-Muffel. Neben den unterschiedlichen VoD-Angeboten nutzen sie lineares TV, DVDs oder zeitversetztes Fernsehen auf vergleichbarem Niveau wie die VoD-Abstinenten. Die VoD-Nutzung addiert sich also zu einer „normalen“ Bewegtbild-Dosis. Das Nachsehen haben nichtmediale Tätigkeiten, für die sich VoD-Nutzer weniger Zeit nehmen.

Fazit: Die Studie FOURSCREEN Touchpoints zeigt, dass VoD für viele Nutzer eine willkommene Möglichkeit ist, ihr Bewegtbild-Portfolio zu erweitern und ihr Zeitbudget für bewegten Content insgesamt zu erhöhen. Der Konsum des klassischen linearen Fernsehens bleibt heute bei VoD-Nutzung praktisch unverändert.

Fourscreen Touchpoints VoD

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IP Fourscreen Touchpoints VOD 18.03.2015 1.160 KB PDF

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